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Zukunft der Bundesregierung : So viel Ungewissheit war lange nicht

  • -Aktualisiert am

Sondersitzung im Bundestag: Olaf Scholz (SPD) und Angela Merkel (CDU) Bild: dpa

Wie nah ist das Ende der CDU als ewige Kanzlerpartei? Ihre alte Selbstgewissheit wird zwischen den Mühlsteinen Asyl und Klima zerrieben. Auch eine andere jahrzehntelang gültige Gesetzmäßigkeit ist dahin. Alles kann schnell gehen.

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          Man hört kein Wort der Häme. Gut, CDU-Mitglieder würden ohnehin sagen, dass Häme nicht ihr Stil sei. Aber dass aus der Führungsriege der CDU nicht einmal Spott zu hören ist über den Zustand der SPD, sondern vielmehr Besorgnis, gründet tiefer als die Regeln des Freiherrn von Knigge. In der CDU geht die Angst um, dass es ihr mit ein wenig Verzögerung so ergehen könnte wie den Sozialdemokraten.

          Schon jetzt schwindet die Zustimmung der Wähler dramatisch. Bei der Bundestagswahl 2013 verfehlten CDU und CSU noch knapp die absolute Mehrheit, sechs Jahre später steht die Union bei 26 Prozent. Die jahrzehntelang gültige Gesetzmäßigkeit, dass im Zweifelsfall nach einer Bundestagswahl immer noch eine große Koalition aus Union und SPD gebildet werden kann, ist dahin. Schon zu Beginn des vorigen Jahres war es knapp, doch jetzt würden die 26 schwarzen mit den zwölf roten Prozent nicht einmal in die Nähe einer Mehrheit kommen.

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