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Konzept und Bau beschlossen : Zentrum zur Deutschen Einheit soll in Ostdeutschland entstehen

Stellten die Pläne für das Zentrum zur Deutschen Einheit vor: Matthias Platzeck (rechts, SPD), ehemaliger brandenburgischer Ministerpräsident, und Marco Wanderwitz, Ostbeauftragter der Bundesregierung (CDU), am Mittwoch in Berlin Bild: dpa

Das Zentrum soll die Erfahrungen der Ostdeutschen aus der Zeit der Wiedervereinigung und der folgenden Jahre in den Blick nehmen – und das Gefühl stärken, „wir haben irre was geschafft“, kündigt der SPD-Politiker Platzeck an.

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          Das „Zentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit“ soll in einer ostdeutschen Stadt mit universitärer Anbindung entstehen, bis zu 200 Millionen Euro kosten und möglichst in sechs Jahren seine Arbeit aufnehmen. Der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), der einen Arbeitsstab zur Errichtung des Zentrums leitet, sagte am Mittwoch in Berlin, die Runde habe einstimmig das Konzept und den Bau der Institution beschlossen; Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der ostdeutschen Länder hätten in ersten Reaktionen positiv reagiert.

          Johannes Leithäuser
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Das Zentrum soll die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Erfahrungen und Prägungen der Ostdeutschen aus der Zeit der Wiedervereinigung und der folgenden Jahre aufnehmen und bearbeiten und seinen Blick auch auf die parallelen Entwicklungen in den mittel- und osteuropäischen Nachbarländern richten. Es soll eine interdisziplinäre Ausstellung beherbergen, aber auch als Dialogforum fungieren und wissenschaftliche Studien zur „Transformationskompetenz“ der Ostdeutschen entwickeln.

          Der Ost-Beauftragte der Bundesregierung, der Bundestagsabgeordnete Marco Wanderwitz (CDU), sagte, es gehe auch darum, „eine nicht ganz so positiv einzuschätzende ostdeutsche Identität“ mit positiven Inhalten auszudrücken. Platzeck sagte, das Ziel sei, „weg von der Trotzhaltung“ zu kommen und ein Gefühl zu stärken, das anerkenne, „wir haben irre was geschafft und keine Angst vor dem, was kommt“.

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