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Ukraine-Berichterstattung : ZDF-Chefredakteur weist Kritik zurück

  • Aktualisiert am

Unter Beschuss: ZDF-Chefredakteur Peter Frey Bild: ZDF/Carmen Sauerbrei

ZDF-Chefredakteur Peter Frey weist die Kritik an der Ukraine-Berichterstattung des ZDF zurück. Es sei immer „so objektiv wie möglich“ berichtet worden.

          ZDF-Chefredakteur Peter Frey weist Kritik an der angeblichen Einseitigkeit der Ukraine-Berichterstattung seines Senders zurück. Zwar würden sich etwa aus Sicht der Polen, der Franzosen, der Engländer, der Amerikaner oder der Russen andere Perspektiven ergeben, sagte Frey dem „Tagesspiegel am Sonntag“. „Trotzdem glaube ich, dass wir als deutsches Fernsehen die Grundfragen dieses Konfliktes so objektiv wie möglich beantworten.“

          ARD und ZDF war in den vergangenen Tagen wiederholt eine unausgewogene Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt vorgeworfen worden. So kritisierte der Programmbeirat der ARD „tendenziell gegen Russland und die russischen Positionen gerichteten“ Berichte im Ersten und führte als Belege unter anderem zehn „Brennpunkt“-Sendungen zur Ukraine-Krise an. Im ZDF-Fernsehrat hatte die Linken-Bundestagsabgeordnete Gesine Lötzsch einen Betrag der Nachrichtensendung „heute“ bemängelt, in dem kommentarlos Mitglieder des nationalistischen ukrainischen Asow-Bataillons mit Hakenkreuz und SS-Rune am Stahlhelm gezeigt wurden.

          Dagegen wirft der ZDF-Chefredakteur dem Fernsehen in Russland Stimmungsmache für Präsident Wladimir Putin vor. „Die russischen Medien werden in einer Weise propagandistisch genutzt, die wirklich problematisch ist“, sagte Frey. „Man sieht deutlich, dass die russischen Fernsehkanäle den Blick auf die Welt liefern, so wie Putin sie sehen will.“ Da Fernsehen das Leitmedium im großen Russland sei, liege hier auch die Ursache für den Stimmungsumschwung zu seinen Gunsten.

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