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Übergriffe an Silvester : Zahl der Anzeigen in Köln steigt auf mehr als 500

  • Aktualisiert am

Polizisten sichern am Wochenende den Bereich rund um den Kölner Hauptbahnhof ab Bild: dpa

Die Zahl der Strafanzeigen mit Bezug auf die Übergriffe in der Kölner Silvesternacht steigt weiter rasant an. Nach Angaben der Kölner Polizei sind es mittlerweile 516. Ein Verdächtiger wurde unterdessen in Gütersloh festgenommen.

          Die Zahl der Strafanzeigen nach den Vorfällen an Silvester am Kölner Bahnhofsvorplatz ist weiter gestiegen. Inzwischen seien es 516, teilte die Polizei der Domstadt am Sonntag mit. In etwa 40 Prozent der Fälle werde unter anderem wegen Sexualstraftaten ermittelt. Zuletzt war die Zahl am Samstag mit 379 angegeben worden.

          Die Kölner Polizei nahm den Angaben zufolge am Samstagabend am Hauptbahnhof Gütersloh zudem einen 19 Jahre alten Mann fest, der mit dem in der Silvesternacht gestohlenen Handy einer 23 Jahre alten Frau in Verbindung gebracht worden sei. Er sollte noch am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt werden. Der Polizei zufolge handelt es sich um einen Marokkaner, der bereits seit Anfang 2013 mehrfach wegen unterschiedlicher Delikte in Erscheinung getreten sei und Haftstrafen verbüßt habe. Opfer der Übergriffe aus der Silvesternacht hatten die Täter als Männer nordafrikanischer oder arabischer Herkunft beschrieben.

          Der Ermittlungsgruppe „Neujahr“ liegen laut Kölner Polizei derzeit Hinweise auf weitere 19 namentlich bekannte Personen vor, die für Straftaten in der Silvesternacht am und im Kölner Hauptbahnhof verantwortlich sein könnten. Die Aufgabe sei es, diesem Personenkreis konkrete Straftaten nachzuweisen. Dazu würden unter anderem Videos analysiert und die Aussagen von Opfern und Zeugen ausgewertet.

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