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Cum-Ex-Affäre : Woran erinnert sich der Kanzler?

Olaf Scholz nach seiner Aussage im Frühjahr 2021 vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Cum-Ex-Affäre in Hamburg. Bild: Picture Alliance

Wie gefährlich kann Olaf Scholz die Cum-Ex-Affäre noch werden? Der Bundeskanzler muss sich in Hamburg vor einem Untersuchungsausschuss abermals zu Gesprächen mit einem Banker erklären.

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          Sich nicht erinnern zu können, kann in der Politik vieles einfacher machen. Vor allem wenn es um Untersuchungen geht. Alle Nachfragen perlen ab, wenn man sich doch nicht erinnern kann. Die Gefahr von Widersprüchen in den Erinnerungen ist gebannt, oder gar von Festlegungen, die später widerlegt werden könnten. Wer sich nicht erinnert, oder es zumindest behauptet, umschifft also viele Untiefen mit nur einem Satz: ich kann mich nicht erinnern.

          Marcus Jung
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Matthias Wyssuwa
          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Allerdings sollte man dann zumindest konsequent dabei bleiben, sich an einen Sachverhalt oder ein Treffen nicht erinnern zu können. Ansonsten wird daraus eine Frage der Glaubwürdigkeit. Da wird es kompliziert. So könnte es Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in der Cum-Ex-Affäre ergehen. An diesem Freitag muss er sich wieder dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss der Hamburger Bürgerschaft stellen. Die Abgeordneten haben viele Fragen – und seine Erinnerungen spielen eine zentrale Rolle.

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