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Abgeordnete stellen sich quer : Woran Neuwahlen in Thüringen bislang scheitern

  • -Aktualisiert am

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow am Montag im Thüringer Landtag Bild: dpa

Im Landtag in Erfurt fliegen die Fetzen: Die Fraktionen können sich nicht auf einen Weg zu den versprochenen Neuwahlen einigen.

          5 Min.

          Es war am vergangenen Donnerstag, als vor dem Thüringer Landtag in Erfurt eine Art Protest-Flashmob auftauchte. Das kommt zwar immer wieder mal vor, doch noch nie standen dabei der CDU-Landesvorsitzende Christian Hirte und sein Generalsekretär Christian Herrgott in der ersten Reihe. Flankiert wurden sie von Mitgliedern der Jungen Union, die selbst gebastelte Plakate mit der Aufschrift „Ich bin in der CDU und ich will Neuwahlen jetzt!“ in die Höhe hielten.

          Stefan Locke
          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Die Sache war politisch ungefährlich, weil Umfragen zufolge nur zehn Prozent der Thüringer gegen Neuwahlen sind. Dafür muss sich jedoch zunächst der Landtag auflösen, und dabei will ausgerechnet ein Teil der CDU-Fraktion nicht mitmachen. Protestiert hier also die Führung gegen die eigene Partei? Nach allem, was man in den vergangenen anderthalb Jahren in Thüringen politisch so erlebt hat, wäre das nicht ungewöhnlich. Doch die Sache ist komplizierter.

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