Stay woke, alter weißer Mann
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Klimaaktivisten besetzen am 13. August Gleise im Hamburger Hafen Bild: dpa
Klimapolitik, Geschlechterpolitik, Identitätspolitik: Eine kleine lautstarke Minderheit drückt der Gesellschaft ihre Ansichten auf. Wer Zweifel äußert, wird in die rechte Ecke gestellt.
Woke sollte eigentlich etwas Gutes sein. Denn der Begriff bedeutet laut Duden, dass man politisch wach ist und sich gegen rassistische, sexistische und soziale Diskriminierung engagiert. Nur sieht die Realität ganz anders aus. Das Woke-Sein beanspruchen vor allem Aktivisten des linken Spektrums für sich; beim Gendern, bei den Klimaprotesten, in der Geschlechter- und Identitätspolitik.
Die Aktivisten definieren, wer auf der richtigen Seite steht, nämlich sie, und wer auf der falschen. Nämlich alle, die anderer Meinung sind. Wer sich dem vermeintlich Richtigen widersetzt oder Zweifel äußert, wird mundtot gemacht, indem er als rückständig gebrandmarkt und in die rechte Ecke gestellt wird: der alte weiße Mann mit seinen bürgerlichen Einstellungen – wobei bürgerlich in den Augen der Aktivisten mit rassistisch, homophob und transphob gleichzusetzen ist.
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