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Die Wissenschaft in Krisen : Forscher unter Beschuss

Querdenker demonstrieren gegen Wissenschaftler und Politiker Bild: Laif

Für Krisen wie die Corona-Pandemie und den Klimawandel braucht es Fachleute, die ihr Wissen teilen. Doch die werden immer heftiger angegriffen und ziehen sich zurück. Damit ist keinem geholfen.

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          Es führt kein Weg daran vorbei, das hat nicht zuletzt die Pandemie gezeigt: Wer sich als politisch engagierter Bürger ein fundiertes Bild über aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen machen will, der braucht ein Mindestmaß an Wissen über wissenschaftliche Zusammenhänge. Wer sich gegen Pandemieschutz ausspricht, der muss die möglichen medizinischen Folgen einer Erkrankung kennen. Wer Klimaschutz zu teuer findet, der muss über die Risiken künftiger Extremwetterlagen aufgeklärt sein.

          Diese Anforderung trifft allerdings auf ein Dilemma: Unsere Gesellschaft funktioniert hochgradig arbeitsteilig. Das auf jahrelanger Ausbildung beruhende wissenschaftliche Spezialistentum ist notwendig, um ausreichend in die Tiefe forschen zu können. Gleichzeitig wird sich kein Nichtwissenschaftler innerhalb eines vernünftigen Zeitrahmens selbständig und von Grund auf in alle politisch relevanten Wissenschaftsthemen einarbeiten können. Es braucht vielmehr Experten, die ihr Wissen teilen.

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