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Wirecard : Die Wege des Maulwurfs

Bild: Jan Bazing

Wer den Kollaps des größten deutschen Fintech-Konzerns verstehen will, kommt an Jan Marsalek nicht vorbei. Der frühere Vorstand hatte offenbar enge Kontakte zu Geheimdiensten. Eine Spurensuche.

          7 Min.

          Drei Passbilder. Auf Nummer eins sieht Jan Marsalek aus wie ein kleiner Bildschirmjunkie: Strubbelfrisur, Hoodie, starre Pupillen hinter Brillengläsern. Nummer zwei zeigt ihn männlich mit Seemannsbart, Nummer drei dann so, wie er sich zum Markenzeichen machte, als er als Vorstand des kollabierten Dax-Konzerns Wirecard um die Welt jettete: kalt blickend, perfektes Hemd, perfekter Anzug. Als wolle er sich um die Nachfolge Daniel Craigs als 007 bewerben.

          Konrad Schuller
          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
          Katharina Wagner
          Wirtschaftskorrespondentin für Russland und die GUS mit Sitz in Moskau.

          In der Geschichte des Mannes mit den vielen Pässen (sechs aus seinem Geburtsland Österreich plus noch ein paar mehr) kreuzen sich viele Linien. Eine führt nach Russland. Der internationale Recherchedienst Bellingcat hat zusammen mit dem „Spiegel“ und der russischen Organisation „The Insider“ Materialien vorgelegt, die nahelegen, dass Marsalek in einem nahen Verhältnis zu russischen Geheimdiensten gestanden haben könnte.

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