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Kandidatur angekündigt? : Wirbel um Merz-Äußerung zu Rückkehr in den Bundestag

  • Aktualisiert am

Friedrich Merz im vergangenen Dezember auf einem kleinen Parteitag der CDU Sachsen-Anhalt Bild: dpa

Kandidiert Friedrich Merz wieder für den Bundestag? Seine Antwort auf diese Frage bei einem Auftritt in Verden haben Fans als formelle Ankündigung verstanden. Doch dann rudert sein Pressesprecher wieder zurück.

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          Der frühere Unionsfraktionsvorsitzende Friedrich Merz (CDU) erwägt eine Rückkehr in den Bundestag. „Falls er nochmal ganz in die Politik zurückgeht, würde er sich auch um ein Bundestagsmandat bewerben“, sagte sein Sprecher Armin Peter am Montagabend auf Twitter. Zugleich mahnte Peter: „Personaldebatten müssen derzeit nicht geführt werden, es geht um Sachfragen.“

          Merz selbst hatte die Spekulationen zuvor bei einem Auftritt im niedersächsischen Verden angeheizt. Wie ein „Spiegel“-Reporter berichtete, wurde Merz dort von einem Zuhörer gefragt, ob er sich vorstellen könne, in der nächsten Legislaturperiode Kollege des örtlichen CDU-Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt zu werden. Merz habe mit einem klaren „Ja“ geantwortet, worauf das Publikum mit Jubel reagiert habe.

          „Das macht Hoffnung“

          Offenbar war Merz' Äußerung als formelle Ankündigung einer Kandidatur verstanden worden. Und so reagierte auch der konservative Verein Werteunion umgehend auf die Äußerung: „Merz kündigt Kandidatur für den Bundestag an“, twitterte der Vorsitzende der Werteunion, Alexander Mitsch. „Das macht Hoffnung für den nächsten Kanzlerkandidaten der Union.“ Merz’ Sprecher Peter stellte dann aber klar, dass es so weit noch nicht sei.

          In seiner Rede kritisierte Merz unter anderem die Energiepolitik der großen Koalition. Aut Twitter schrieb er dazu: „Deutschland steigt gleichzeitig aus der Kernenergie und aus der Braunkohle und der Steinkohle aus. Diese Energiewende gleicht für mich einer Operation am offenen Herzen – ohne Narkose.“

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