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STIKO-Empfehlung : „Wir wissen nicht, wie sicher der Impfstoff bei Kindern ist“

Schüler einer vierten Klasse sitzen im Unterricht an der Grundschule Russee in Kiel zusammen an einem Tisch und tragen dabei einen Mund-Nasen-Schutz. Bild: dpa

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Corona-Impfung nur für Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen. Das hat gute Gründe, sagt Kommissionsmitglied Rüdiger von Kries im Interview.

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          Viele Eltern sind verunsichert von den unterschiedlichen Äußerungen in Sachen Kinder und Impfung. Ist die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) nun eine klare Absage an alle, die ihre ansonsten gesunden Kinder gerne schützen wollen, oder wie sollen Eltern die Empfehlung verstehen?

          Lucia Schmidt
          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Von Kries: Wir sind als STIKO nicht grundsätzlich dagegen, Kinder gegen Covid-19 zu impfen. Und selbstverständlich ist es besser, Krankheiten zu verhindern, wenn man es kann. Aber man muss sich fragen, für welchen Preis? Und der einzige Grund, warum wir keine generelle Impfempfehlung ausgesprochen haben, ist, dass wir nicht wissen, wie sicher der Impfstoff bei Kindern ist. Die Daten zur Sicherheit der Covid-19-Impfung für Kinder und Jugendliche sind bisher noch begrenzt. Zum einen war die Zahl der in der kontrollierten Zulassungsstudie zu klein, um Impfkomplikationen, die seltener als eins in 100 auftreten, sicher ausschließen zu können. Zum anderen war auch die durchschnittliche Nachverfolgungszeit von rund zwei Monaten zu kurz, um gegebenenfalls erst später erkennbare Impfkomplikationen aufdecken zu können.

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