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FAZ Plus Artikel Rezo-Video : Zerstörerisch

Fakten oder „Meinungsmache“? Der Youtuber „Rezo“ in seinem Element. Bild: AFP

Skrupellose Kampagnenfähigkeit scheint im Zeitalter digitaler Öffentlichkeit die Oberhand zu gewinnen. Das Anti-CDU-Video auf Youtube ist eine Hetzkampagne.

          Selbst wenn sich die Sottisen im Youtube-Video „Die Zerstörung der CDU“ mit jugendlichem Übermut oder szeneüblichen Übertreibungen erklären und entschuldigen ließen, so sind sie doch ein Symptom dafür, wie sehr das Internet zu einer Verflachung, Verrohung und Verdummung dessen führt, was hochgestochen „politischer Diskurs“ genannt wird. Das Werk des Youtubers „Rezo“ reiht sich da nahtlos in die neue Form von Propaganda ein, die der rechtspopulistische Drang nach „Wahrheit“ und „Freiheit“ geschaffen hat. Nur handelt es sich in diesem Fall um ein linkspopulistisches Machwerk – und schon heißt es, wie toll es doch sei, dass sich die Jugend in Deutschland mit Politik beschäftige. Aber ist es wirklich „Recherche“, wie Rezo uns glauben machen will, oder auch nur „Beschäftigung“ mit Politik, wenn Politiker pauschal als dumm, inkompetent, korrupt und verlogen dargestellt werden? Es ist pure Demagogie, die Methode der AfD, nur eben linksherum.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

          Die CDU (nicht etwa Rezo) muss nun viel Häme ertragen, weil sie nicht weiß, wie sie damit umgehen soll. Die junge Generation im Adenauer-Haus zeigte sich ja nun wirklich nicht gerade von ihrer stärksten Seite, als sie am Donnerstag erst ein Gegenvideo ankündigte, dann wieder zurückzog. Aber die Hilflosigkeit ist auch ein Zeichen von Wehrlosigkeit. Der Ton in den sozialen Netzwerken ist gnadenlos, unerbittlich, ohne Anstand und Hemmschwelle. Mit „Diskurs“ hat das alles nichts zu tun. Es geht ums Niedermachen, um Nachtreten und – um Zerstörung. Argumente gegen das Video helfen da nicht weiter – sie werden niedergebrüllt. Wenn ein Video wie dieses hunderttausendfach mit dem „Daumen hoch“ markiert wird, ist alles zu spät, hat der Boulevard gewonnen, kann die CDU nur noch verlieren.

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