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Bankrott der DDR : Die Treuhandanstalt war nicht schuld

  • -Aktualisiert am

In der Altstadt von Bautzen fahren 1969 einige Fahrzeuge. Der Autor sollte auf seinen Trabanten zwölf Jahre warten. Bild: Picture-Alliance

Die DDR behauptete, ihre Wirtschaft sei extrem modern. Aber am Ende war das Land völlig pleite. Das musste so kommen. Ein Gastbeitrag.

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          Bei den vielen Diskussionen über den Zustand der früheren DDR-Wirtschaft in den vergangenen Jahren hatte ich stets zwei kleine Zettel dabei. Der erste Zettel war ein Auszug aus dem sogenannten Schürer-Papier, einem Geheimbericht, der dem SED-Politbüro nach Honeckers Sturz im Oktober 1989 erstmalig ziemlich ungeschminkt das wirtschaftliche Desaster vor Augen führte.

          Der zweite Zettel war meine eigene Pkw-Anmeldung. Sie stammte aus dem Jahr 1980 und versprach mir, nach einer zwölfjährigen Wartezeit, für das Jahr 1992 erstmalig den Erwerb eines Trabant. Unter den Geschäftsbedingungen, die der VEB IFA-Vertrieb auf die Rückseite des Bestellscheins aufgedruckt hatte, war zu lesen, dass der Kunde aus dieser Bestellung weder ein Recht noch einen Anspruch auf den Autokauf habe, beim Verlust des Bestellscheins aber jeder Kauf ausgeschlossen sei. Besser konnte der Zustand der Mangelwirtschaft und die Entrechtung der Kunden in der DDR kaum beschrieben werden.

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