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Zukunft von CDU und SPD : Die Borniertheit der Krise

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Kramp-Karrenbauer: Hat die designierte Merkel-Nachfolgerin schon Wahlkampf 2.0 verstanden – oder ist sie schlicht in der falschen Partei? Bild: EPA

Die Volksparteien haben immer noch nicht verstanden, wie moderne Wahlkämpfe zu führen, Menschen heutzutage anzusprechen und einzubinden sind. Der Blick auf die Parteibasis bringt da gar nichts.

          Der Fall Rezo und der Ausgang der Europawahl bestätigen einen seit langem beobachteten Befund: Die überkommenen Volksparteien CDU und SPD stecken in einer mehrdimensionalen Krise. Als ehemalige politische Tanker haben sie große Schwierigkeiten, mehr als dreißig Prozent der Wähler hinter sich zu versammeln. Auf die Veränderungen und Bedrohungen des demokratischen Systems durch die ubiquitären neuen Medien haben sie eher dürftige Antworten.

          Die Zahl der Bürger, die sich durch die Politik dieser Parteien nicht angesprochen fühlen, wächst. Oft werden hierfür die „Sozialdemokratisierung“ der Union, die Flüchtlingspolitik und die Arbeitsmarktreformen der SPD verantwortlich gemacht, aber das sind Entwicklungen, die lang angelegte Trends nur beschleunigt haben: Mit Blick auf die CDU ist zum Beispiel der Konflikt über Stuttgart 21 immer noch ein frühes eindrückliches Beispiel dafür, wie eine Partei sich von Teilen ihrer Anhängerschaft entfernt. Die Stuttgarter Wutbürger kamen häufig aus der Mitte des Bürgertums. Sie sagten sich – schon damals sehr emotional – von einem herkömmlichen Politikmodell los, als Twitter, Facebook und Instagram für die Politik noch kaum eine Rolle spielten.

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          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

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