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Moscheenverband Ditib : Neuanfang ohne Neuanfang

  • -Aktualisiert am

Gebetszeit: In der Zentralmoschee der Ditib in Köln. Bild: dpa

Ankara nimmt den deutsch-türkischen Moscheeverband Ditib noch enger an die Leine: Der neue Vorstand des Vereins besteht aus drei türkischen Regierungsvertretern. Doch es gibt auch Widerstand aus den eigenen Reihen.

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          Schon lange macht die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) mit Hauptsitz in Köln keine positiven Schlagzeilen mehr. Im Herbst 2016 wurde bekannt, dass mehr als ein Dutzend ihrer vom türkischen Staat bezahlten Imame Informationen über angebliche oder tatsächliche Anhänger der Gülen-Bewegung nach Ankara geliefert hatten. Als sich der Skandal nicht mehr leugnen ließ, versuchte die Ditib, die direkt der staatlichen Religionsbehörde Diyanet in Ankara untersteht, den Eindruck zu erwecken, es handle sich bei den Spitzeleien um ein Missverständnis oder um individuelles Versagen.

          Reiner Burger

          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Im vergangenen Jahr riefen Videos aus mehreren Ditib-Moscheen von Kinderaufführungen zum „Tag der Märtyrer“ Entsetzen hervor. Einige der Kinder marschierten in Uniform, andere priesen den Märtyrertod, dritte mimten gefallene Soldaten. Auch diese Vorgänge versuchte die Ditib als „Einzelfälle“ zu verharmlosen. Bedrückend war auch die Eröffnung der Ditib-Zentralmoschee Ende September in Köln. Statt, wie jahrelang versprochen, ein Volksfest der gelungenen Integration organisierte die Ditib eine beinahe ausschließlich in türkischer Sprache gehaltene Zeremonie für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

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