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Die Städte und die E-Scooter : Eine Frage der Ordnung

  • -Aktualisiert am

Erst mal nur neue Fahrzeuge: E-Scooter Bild: Nerea Lakuntza

Es ist leicht, sich über E-Scooter zu beschweren. Schwerer, aber auch interessanter wird es, sie in die Stadt zu integrieren.

          5 Min.

          Seit zwei Jahren gibt es in deutschen Städten E-Scooter. Und seit zwei Jahren wird darüber geklagt, dass die Roller quer auf den Bürgersteigen liegen, im Gebüsch oder in Flüssen landen oder das Stadtbild verhunzen. Es entstand der Eindruck, das Problem sei der Roller. Aber das stimmt nicht ganz. Probleme entstehen vor allem dadurch, dass Städte erst herausfinden müssen, wie sie ein neues Fahrzeug überhaupt in den öffentlichen Raum integrieren können und sollten. Bislang geschieht das noch ganz unterschiedlich. Und es gibt Orte, da gibt es weniger Unmut als an anderen.

          Wie in Stuttgart. Dort gibt es zwar auch immer mal berechtigte Beschwerden, aber im Großen und Ganzen „keine negative Wahrnehmung“, sagt Ralf Maier-Geißer, Leiter des Aktionsplans „Nachhaltig mobil“. Als im Juni 2019 die bundesweite „Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr“ in Kraft trat, war Maier-Geißer alarmiert. Er dachte an die „China-Bikes“, also Fahrräder asiatischer Hersteller, die zwei Jahre zuvor plötzlich massenweise aufgestellt worden waren. Die Städte hatten von nichts gewusst. Als die schlecht verarbeiteten Räder dann innerhalb weniger Monate kaputt und Unternehmen wie Obike abrupt pleite waren, blieben die Städte auf Tausenden Schrottfahrrädern sitzen, mussten sie einsammeln und entsorgen.

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