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Anpassung an den Klimawandel : Wie kühlen wir unsere Städte?

Wer traut sich bei großer Hitze noch auf die Straße? Die fast menschenleere Ben-Gurion-Straße am Potsdamer Platz (Archivbild) Bild: dpa

Erst langsam wird vielen klar, was der Begriff Klimaanpassung eigentlich bedeutet. Nämlich: sich für eine Zukunft zu rüsten, die unausweichlich kommen wird. Und damit Leben zu retten.

          6 Min.

          Am vergangenen Samstagnachmittag war Jena die heißeste Stadt in Deutschland. 35,6 Grad, das war heißer als jeder andere 18. Juni zuvor in Jena, seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Die Stadt warnte ihre Bürger bereits zwei Tage vorher: Am Nachmittag bitte in der Wohnung bleiben und nicht in die Sonne gehen. Sollten Symptome wie Kreislaufbeschwerden, Erbrechen oder Kopfschmerzen auftreten, bitte einen Arzt aufsuchen. Vorhänge runterlassen und viel trinken.

          Joachim Müller-Jung
          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Die Warnung ist nur der Anfang. Wenn es ein Hitzesommer wird, wofür vieles spricht, dann wird es am Ende vielleicht drei Dutzend weitere solcher Tage in Jena geben. In anderen Städten noch mehr. Das Klima hat sich verändert. Es geschieht langsam, aber stetig; es wird heißer, trockener, der Grundwasser­spiegel sinkt. Und wenn es regnet, dann manchmal so stark, dass Städte, Dörfer, ganze Landstriche überflutet werden. Jedenfalls dann, wenn sie sich nicht da­rauf vorbereitet haben. Aber das können sie.

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