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Umgang mit der Corona-Krise : „Angst motiviert uns“

  • -Aktualisiert am

Hamsterkäufe in einer Coop-Filiale in der Schweiz Bild: Imago

Viele fürchten jetzt Krankheit, Geldnot, politisch ungewisse Zeiten. Der Angstforscher Manfred Beutel erklärt, was Furcht in der globalen Krise bedeutet.

          3 Min.

          Professor Beutel, es ist Corona-Krise. Haben Sie Angst?

          Natürlich bereitet mir die Situation Sorgen. Vor allem mit Blick auf meine Familie, meine Mitarbeiter und meine Patienten.

          Sie sprechen von Sorgen. So wie die Bundeskanzlerin in ihrer Rede an die Nation. Das Wort „Angst“ kam bei ihr nicht vor.

          Das ist mir auch aufgefallen. Ich finde es völlig richtig, dass die Bundeskanzlerin ihre Worte mit Bedacht wählt. Wenn von Angst gesprochen wird, macht manchen Menschen das erst recht Angst. Dabei glaube ich, dass Angst eine verkannte Emotion ist. Es gibt in Körper und Psyche kaum ein System, das effizienter arbeitet. Angst motiviert uns, besonnen zu handeln und keine unnötigen Gefahren einzugehen. Wenn es keine Angst gäbe, würde sich vermutlich derzeit niemand die Hände desinfizieren, und alle würden ungehemmt andere Menschen anhusten.

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