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Überlebenstraining mit Uniter : Deutsche Wildnis

Ein Mann wandert an einem Waldrand in Stuttgart entlang. In derselben Umgebung nimmt unser Reporter an einem Überlebenstraining der Gruppe Uniter teil, die sich auf verschiedene Katastrophenszenarien vorbereitet. Bild: dpa

Der Verein Uniter bereitet sich auf die Katastrophe vor. Auf welche genau, das variiert je nach Veranstaltung. Unser Reporter wird Teil eines Überlebenstrainings im Wald.

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          Ob ich an einem Überlebenstraining teilnehmen darf? Uniter antwortet freundlich, aber auch nervös. Das anonyme „Presseteam“ will erst den Ausbilder fragen. Wenn ein Journalist mitkomme, sei das ein „größeres Risiko“, schreiben sie. Früher habe es „drei schwarze Schafe“ von der „Presse“ gegeben. Die hätten nicht respektiert, dass Vereinsmitglieder ein Gespräch ablehnten. Das sei damals „bis zu Morddrohungen eskaliert“. Wegen der „unbelegten Behauptungen extremistischer Neigungen verlieren die betreffenden Personen oder auch ganze Firmen ihr Ansehen und damit auch langfristig ihre Existenz“.

          Justus Bender

          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Uniter wurde von Soldaten des Kommandos Spezialkräfte gegründet. Also frage ich einen früheren Soldaten der Einheit, was von Uniter zu halten sei. Er antwortet: „Der Verein ist militärisch strukturiert und agiert zum Teil wie eine Sekte. Wer etwas gegen den Verein sagt, wird bedroht.“ Uniter bestreitet das. Wir schicken uns E-Mails hin und her. Uniter schlägt vor, diesen Artikel vor der Veröffentlichung zu lesen und „sachliche Korrekturen“ zu machen, was ich ablehne. Stattdessen biete ich an, dass kein Teilnehmer des Trainings für Außenstehende erkennbar sein wird.

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