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Mainstream-Debatte : Die Farben der Freiheit

Bundeskanzlerin Angela Merkel bejubelt im September 2013 vor Deutschlandflaggen das Ergebnis der Bundestagswahl. Bild: dpa

Wer diese Republik und die sie tragenden Werte abschaffen will, der soll gern ausgegrenzt werden. Wer sich aber zu ihr auch mit Symbolen bekennt, ist noch kein Verfassungsfeind.

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          Man kann alles sagen. Die Frage ist nur, was daraus folgt. Es gibt keinen gelenkten „Mainstream“, der darüber wacht, was man in Deutschland „noch sagen darf“. Die Meinung ist frei, die Kunst ist frei, die Wissenschaft ist frei. Aber auch das ist eine recht klinische Sicht. Manche Politiker und Medienmenschen sehen das gern nur durch ihre Brille. Aber es ist etwas anderes, ob man qua Amt oder aus einem geschützten Apparat heraus eine Linie verkündet oder etwa als junger Wissenschaftler, der noch berufen werden möchte, „querdenkt“.

          Und hier ist es erstaunlich, wenn die eigene Perspektive nur bis zur Grenze des Regierungsviertels reicht. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat in seiner Antwort auf Bernhard Schlink in der in der F.A.Z. geführten, vielbeachteten Kontroverse über die Frage, ob es einen verengten Mainstream gibt, mit Recht hervorgehoben, dass der Mainstream keine vorgegebene Breite habe und sich auch stark verändert habe. Ja, er ist offener geworden. Aber nur in eine Richtung. Auf der anderen Seite ist er enger und ärmer geworden.

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