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Russische Flüchtlinge : Jewgenij und Andrei wollen nicht für Putin sterben

Andrei im Preußenpark in Charlottenburg. Der Rucksack, den er trägt, ist sein einziger Besitz in Deutschland. Bild: Jens Gyarmaty

Tausende Russen fliehen vor der Mobilisierung. Jewgenij und Andrei haben es nach Deutschland geschafft. Zu Hause droht ihnen das Gefängnis oder der Tod.

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          Andrei hat bei der Blutspende gemerkt, dass die Propaganda lügt. Er ging in Moskau öfters Blut spenden, weil jeder, der das macht, einen Teil seiner Miete erlassen bekommt. Andrei stammt aus Omsk in Sibirien, er hat wenig Geld. Nach Moskau kam er nur, weil er ein Stipendium gewonnen hatte, um an einer der besten Universitäten des Landes zu studieren, dem MGIMO, der Kaderschmiede des russischen Außenministeriums.

          Justus Bender
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Früher haben sie Andrei bei der Blutspende oft abgewiesen, weil seine Blutgruppe so häufig vorkommt. Seit Februar war das anders. Auf einmal stand die Ampel, die den Bedarf anzeigt, immer auf Grün. Irgendwo im Land wurde sehr viel Blut verbraucht, so viel wie noch nie, seit Andrei denken kann, auch wenn sie im Fernsehen nichts davon sagten. Und weil er eins und eins zusammenzählen kann, wusste Andrei genau, wo das Blut vergossen wurde.

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