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Nach Schlag gegen Terrorzelle : Wie nahe steht die AfD den „Reichsbürgern“?

Berlin, im August: Bei einem Protest gegen Corona-Maßnahmen hält ein Mann eine Reichsflagge hoch. Bild: dpa

Die AfD-Spitze verurteilt die Bestrebungen der ausgehobenen „Reichsbürger“-Zelle. Doch einflussreiche Funktionäre hantieren selbst mit Verschwörungstheorien und Umsturzphantasien.

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          Von der ausgehobenen „Reichsbürger“-Zelle, die einen gewaltsamen Um­sturz in Deutschland geplant haben soll, gibt es mindestens zwei direkte Verbindungen zur AfD. Die erste betrifft Christian W., der am Mittwoch auf seinem Grundstück in Sachsen festgenommen wurde. Bis zum Sommer saß W. im Kreistag des Erzgebirgskreises, aus der AfD soll er aber schon länger ausgetreten sein. Der 44 Jahre alte Unternehmer be­saß als Sportschütze offenbar Schusswaffen. Die mutmaßliche Terrorzelle soll ihn ausgewählt haben, um Waffen für die neu aufzubauende Armee zu besorgen.

          Andreas Nefzger
          Redakteur in der Politik.

          Die zweite Verbindung betrifft Birgit Malsack-Winkemann, Richterin und bis 2021 AfD-Bundestagsabgeordnete; sie wurde in Berlin-Grunewald festgenommen. Inzwischen hat das Landgericht Berlin ein Disziplinarverfahren gegen Malsack-Winkemann eingeleitet; Ziel sei es, sie vollständig aus dem Richterdienst „zu entfernen“, sagte Justizse­natorin Lena Kreck (Linke) am Donnerstag. Die AfD hatte ihre Funktionärin da zumindest schon von ihrer Internetseite entfernt.

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