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Linksextremismus : Mit allen Mitteln gegen den Staat

Leipzig Ende Januar: Rund 1600 Menschen demonstrierten gegen das Verbot der Onlineplattform Linksunten.Indymedia. Bild: AFP

Linksextremisten planen Demonstrationen und Proteste wie Feldzüge. Das offenbaren sie ganz offen im Internet. Dort brüsten sie sich auch mit Gewalt – oder rufen dazu auf.

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          Wer wissen will, wie Linksextremisten denken und was sie vorhaben, findet im Internet viel Lesestoff. Die populäre Szene-Plattform Linksunten.Indymedia bleibt zwar verboten; das entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in der vergangenen Woche. Aber es gibt genug andere Seiten. Manche sind bekannt, andere unauffällig, einige bestehen auch bloß ein paar Wochen lang, sie dienen zur Planung von Kundgebungen oder Aktionen. Die Radikalen vernetzen sich deutschlandweit, manchmal auch international. Und jeder kann mitlesen.

          Friederike Haupt
          Politische Korrespondentin in Berlin.

          Immer wieder schreiben sie davon, wie sehr sie das Verbot von Linksunten empöre. Auf den ersten Blick wirkt es absurd, dass die Extremisten so viel Aufhebens um die Plattform machen. Sie war schon vor drei Jahren verboten worden. Längst gibt es andere Foren und Blogs, die sie ersetzen. Aber auf den zweiten Blick ist es logisch. Es geht nicht um die Plattform selbst, sondern um den Staat, der sie verboten hat. Er wird gehasst und soll zerstört werden. Da, wo er sich stark zeigt, provoziert er besonders.

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