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Corona-Impfung beim Hausarzt : „Wir bestellen die Patienten jetzt aktiv ein“

Biontech auf Lager: Dr. Thomas Heyer in der Gemeinschaftspraxis in Stuttgart Bild: Patrick Junker

Seit dieser Woche impfen auch Hausärzte gegen Corona. Zu Besuch bei Dr. Thomas Heyer in Stuttgart, der innerhalb einer Woche all seine bettlägerigen oder dementen Patienten impfen will.

          3 Min.

          Über das Impfen in Hausarztpraxen ist in der Corona-Krise lange debattiert worden. Seit dieser Woche ist das niedrigschwellige Impfen nun möglich. 600.000 Menschen wurden am Donnerstag geimpft – die deutsche Impfkampagne nimmt Fahrt auf. Dazu trägt auch der Hausarzt und Internist Thomas Heyer bei. Er steht in einem kleinen Behandlungszimmer seiner Gemeinschaftspraxis in Giebel, einem sozial eher schwachen Stadtteil im Nordwesten Stuttgarts. Hier ist Impfen plötzlich, was es sein sollte: ärztliche Routine.

          Rüdiger Soldt
          (rso.), Politik

          Heyer, dessen Praxis Corona-Schwerpunktpraxis ist, öffnet die Tür eines gewöhnlichen Haushaltskühlschranks. Auf einem kleinen Tablett stehen drei Injektionsflaschen mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff. Weil der Kühlschrank sonst fast leer ist, wirken die Fläschchen im bläulichen Licht wie kostbare Schmuckstücke. Der 52 Jahre alte Arzt hat für diese Woche am Mittwoch sechs Biontech-Ampullen von der Apotheke geliefert bekommen, das reicht für 36 Impfungen. Die Praxis hat 1600 Patienten, etwa 400 davon wollen die Ärzte in den nächsten Wochen impfen. Dazu brauchten sie bei zwei Impfungen pro Person etwa 135 Flaschen des Biontech-Impfstoffs.

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