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Klimaschutz im Krankenhaus : Heilen und Heizen

Jederzeit wohltemperiert: Der Betrieb des modernen Operationssaals in der Universitätsklinik Essen verbraucht viel Energie. Bild: Funke

Krankenhäuser sind wie kleine Städte, sie verbrauchen enorm viel Energie. In der Krise denken Manager übers Sparen nach – doch das ist gar nicht so leicht.

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          In Essen ist es an Tobias Emler, in kleinen Schritten Großes zu erreichen. Sein Arbeitgeber, die örtliche Universitätsklinik, will sich zu einem „nachhaltigen und grünen Krankenhaus“ entwickeln. So hat es die Klinik selbst formuliert. Dass man darunter viel verstehen kann, macht dem Betriebswirt die Arbeit etwas leichter, einerseits. Zum anderen nötigt sie den Nachwuchsmanager aber auch dazu, hin und wieder Selbstverständliches zu betonen. Er sagt: „Wir wollen uns nicht nur grün anstreichen.“ Und meint damit die Projekte, an denen er gerade arbeitet. „Es muss ein Wandel der Unternehmenskultur stattfinden.“

          Kim Björn Becker
          Redakteur in der Politik.

          Auf dem Campus der Klinik im Ruhrgebiet betreibt Emler darum einen behutsamen Wandel durch Annäherung, und wie klein die Schritte bisweilen sind, wird gleich zu Beginn des Rundgangs deutlich. Ein Sommertag, Emler steht in der prallen Sonne auf einem Grünstreifen zwischen zwei Klinikgebäuden, nicht weit vom Haupteingang entfernt. Er beobachtet, wie zwei Gärtner mit einem Tankwagen vorfahren und einen Bereich wässern, in dem die Wiese höher steht als drum herum. Emler sagt: „Wir haben gesagt, okay, Wildblumen sind auch wichtig.“ Ein bisschen mehr Natur tue den Mitarbeitern in der Pause gut und den Patienten, die über den Campus spazieren. Und sie sei ein Zuhause für Insekten, Stichwort Biodiversität.

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