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Wie Hanau trauert : Nur noch halb da

Sie trauern um ihre Freunde und Angehörigen: Ferhan, Armin Kurtovic, Vasca Zlatka und Filip Goman Bild: Frank Röth

Vor vier Monaten ermordete ein Rassist in Deutschland neun Menschen. Es ist schwer, da einfach weiterzumachen. Ein Treffen mit Freunden und Angehörigen der Opfer.

          9 Min.

          Die Shishabar in Hanau, in der ein Rassist vor vier Monaten um sich schoss, hat die Scheiben abgeklebt. Hier macht bald ein neuer Laden auf, wieder mit Wasserpfeifen, und Ferhan findet das gar nicht gut. „Dann trinken die da und lachen, wo die gestorben sind?“, fragt er und starrt auf den neuen Namen der Bar.

          Livia Gerster

          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Jede Nacht war er im „Midnight“, so hieß die Bar zuvor jahrelang. Er ist erst 18, aber er hat schon immer mit Älteren abgehangen. Der 30 Jahre alte Sedat Gürbüz war sein Freund, der Besitzer der Bar, der an jenem Abend am 19. Februar sein Leben ließ. Weil ein deutscher Hanauer ihn hasste, ohne ihn zu kennen. Einfach nur dafür, wie er aussah, wie seine Kunden aussahen, wie ihre Namen klangen.

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