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Politiker und Fremdsprachen : English for Runaways

Die CDU-Vorsitzende und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht bei ihren Englisch- und Französischkenntnissen Luft nach oben. Bild: dpa

In Fremdsprachen haben nicht wenige deutsche Politiker Nachholbedarf. Für Abgeordnete und Minister bietet das Bundessprachenamt spezielle VIP-Kurse an.

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          Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat gleich zu Beginn ihrer Amtszeit vor knapp drei Monaten ein Defizit eingestanden. Sie spreche zwar Französisch und Englisch, verriet sie ihrem Heimatblatt, der „Saarbrücker Zeitung“, „aber beides nicht so gut, wie ich es selbst möchte“. Und die CDU-Vorsitzende erzählte weiter, sie habe deswegen schon in der Zeit, in der sie noch saarländische Ministerpräsidentin war, privat Französischunterricht genommen; jetzt in Berlin lerne sie Englisch, „wenn es die Zeit erlaubt“.

          Johannes Leithäuser

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Dass die Doppelfunktion aus Ministeramt und Parteivorsitz ihr dazu viel Gelegenheit bietet, ist nicht zu erwarten – und Kramp-Karrenbauer bestätigte diese Vermutung jüngst selbst, als sie in ihrer Münchener Grundsatzrede zu künftigen Bundeswehreinsätzen ein Wort aus einem englisch vorgetragenen Zitat derart vernuschelte, da sie offenkundig dessen Aussprache nicht parat hatte, dass die Satiresendung heute-show sich noch eine Woche später daran freute. Es handelte sich um das Verb „admire“ (bewundern), welches in der Kramp-Karrenbauer’schen Diktion eher wie eine Lateinvokabel ausgesprochen wurde.

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