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Energiewende : Kampf gegen Windmühlen

Die Aktivistin Vera Krug auf der Suche nach seltenen Greifvögeln und Schwarzstörchen im Umfeld der Windräder auf dem Stillfüssel im Odenwald Bild: Frank Röth

Fünf Windräder haben aus Vera Krug eine Aktivistin gemacht. Sie wehrt sich seit Jahren gegen die Windkraftanlagen in ihrem Heimatort. Warum wecken sie so viel Widerstand?

          9 Min.

          Bevor die Windräder kamen, war alles ruhig. Vera Krug führte ein beschauliches Leben in Wald-Michelbach, einem kleinen Ort im Odenwald. Die große Politik war weit weg. „Da war die Welt noch in Ordnung“, sagt sie. Krug lebt mit ihrem Mann und den zwei Söhnen in einem Haus am Waldrand mit eigener Pferdekoppel. Sie arbeitet von zu Hause aus und pflegt am Telearbeitsplatz Stammdaten für ein Unternehmen ein. Insofern musste sie sich wegen der Corona-Krise nicht umstellen. Besonders politisch war sie nie. „Ich arbeite und habe Kinder und Pferde. Ich bin eigentlich ein ganz friedlicher Mensch.“

          Dann kamen die Windräder.

          Krug hätte sich wohl niemals ausmalen können, dass eines Tages der Staatsschutz vor ihrer Tür stehen würde und dass sie und andere im Morgengrauen durch den Wald streifen würden, um Alarm zu schlagen, wenn die Baumaschinen anrollen. Oder dass die Polizei ihre Mitstreiter bei einer Sitzblockade wegtragen würde. Dass sie also zu einer Aktivistin werden würde, die selbst während einer Pandemie weitermacht. Aber genauso ist es gekommen. Die vergangenen Jahre haben Krug verändert. Was macht sie so wütend?

          Die Leute aus Wald-Michelbach sind ein gutes Beispiel. Die Windkraft politisiert nämlich selbst die entlegensten Landstriche. Viele Bürger wehren sich gegen die Anlagen, die ihre langen Schatten auf Wiesen und Wälder werfen. Seit im fernen Berlin erstmals das Erneuerbare-Energien-Gesetz in Kraft trat und später, im Jahr 2011, die Energiewende beschlossen wurde, sickerte das Thema durch den Apparat. Erst in die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden, dann weiter in den Regierungsbezirk Darmstadt, bis hinunter zum Kreis Bergstraße ins Rathaus von Wald-Michelbach.

          Banner vor dem Haus von Vera Krug

          Damals führte noch Bürgermeister Joachim Kunkel die Geschäfte. Er wollte alles richtig machen, einen guten Kompromiss finden. Mit der Gemeindevertretung beschloss Kunkel schon 2011, die Energiewende anzugehen. „Nicht mit Begeisterung, aber es kam halt auf alle zu“, sagt er. Ein Plan für den gesamten Regierungsbezirk war in Arbeit, der sogenannte Windvorranggebiete ausweisen sollte. Der Plan sollte regeln, wo Windräder möglicherweise stehen könnten und wo nicht. Dass ein Mittelgebirge wie der Odenwald da nicht außen vor bleiben würde, war klar. Also wies Kunkels Gemeinde schon mal selbst Flächen aus, „damit wir da nicht überfahren werden“. Und er sorgte dafür, dass die Gemeinde daran verdienen konnte.

          Im Herbst 2014 wurde ein Gelände auf einem Bergrücken namens Stillfüssel an eine Betreibergesellschaft verpachtet. Das Unternehmen Entega und die Energiegenossenschaft Odenwald wollten dort gemeinsam sechs Windkraftanlagen bauen. Am Ende wurden es fünf. Ein Großteil des verpachteten Geländes gehört der Gemeinde, die inzwischen laut Kunkel jährlich weit mehr als 200.000 Euro Pacht dafür bekommt. In einem Ort mit 11.000 Einwohnern macht das etwas aus im Haushalt. Außerdem hoffte Kunkel, so weitere Projekte abwenden zu können. „Uns ging es auch darum, dass wir nicht mit Windkraftanlagen zugepflastert werden.“ Er habe zur bestmöglichen Lösung kommen wollen.

          Vera Krug hält die Energiewende für misslungen

          Vera Krug erfuhr erst im Frühjahr 2016 von dem Projekt auf dem Stillfüssel. Also weit mehr als ein Jahr nachdem der Betreiber des Windparks den Pachtvertrag unterschrieben hatte. Für sie war das ein Schock. „Ich hätte niemals gedacht, dass jemand in der Lage ist, in den Wald Industrieanlagen zu stellen“, sagt sie. Der ehemalige Bürgermeister Kunkel sagt, das Thema Windkraft sei nichts Neues gewesen, es hätte schon seit Jahren auf der Tagesordnung der Bürgerversammlung gestanden.

          Krug hatte das nicht mitbekommen. Damals kreisten ihre Gedanken noch nicht um die Energiewende. „Ich bin mit dem Thema noch nie konfrontiert gewesen“, sagt sie. Darum sei sie erst mal „positiv eingestellt“ gewesen. Aus Wind Energie erzeugen, keine Atomkraft. Das klang gut. Als sie sich näher damit auseinandersetzte, änderte sich ihre Meinung. Mit den Jahren hat Krug viele Argumente gegen die Windräder hinter ihrem Haus gesammelt. Die Maschinen seien eine Bedrohung für Arten wie den Schwarzstorch, sagt sie. Außerdem seien sie nicht wirtschaftlich, weil der Wind auf dem Stillfüssel zu schwach sei. Auch die ganze Energiewende hält Krug für misslungen. Sie fragt sich, ob die „Industrialisierung durch Windkraft im Sinne des Klimawandels ist“.

          Eines der Windräder auf dem Stillfüssel

          Ein Sprecher von Entega sagt zum Vorwurf, der Windpark sei nicht wirtschaftlich: „Das ist natürlich Unsinn.“ Entega wolle mit den Anlagen Geld verdienen und baue die auch nur dort, wo man damit Geld verdienen könne. „Dass Leute, die auf ein Windrad schauen, diese Energieart vielleicht weniger gut finden als andere, die nicht davon betroffen sind, kann ich verstehen“, sagt der Sprecher. „Man muss immer den Eingriff in die Natur abwägen mit dem Nutzen, und da sind wir zu dem Schluss gekommen, dass der Eingriff vertretbar ist. Und ohnehin bewegen wir uns immer innerhalb eines Genehmigungsverfahrens.“

          Krug und ihre Mitstreiter kamen früh zu anderen Schlüssen. Als der Konflikt Fahrt aufnahm, gründete sie mit etwa zwölf Leuten eine Gruppe, die etwas gegen den Windpark unternehmen wollte. Krug wurde zur Sprecherin der „Bürgerinitiative Gegenwind Siedelsbrunn und Ulfenbachtal“. Siedelsbrunn ist ein Ortsteil von Wald-Michelbach in direkter Nachbarschaft zum Windpark, auch das Ulfenbachtal liegt nebendran.

          Zum ersten Infoabend der Initiative kamen zweihundert Leute in einen Gasthof. „Mir kommen da ein bisschen die Tränen, weil ich damals dachte, wir könnten die Natur retten“, sagt Krug. Der Bau der Windkraftanlagen verletze ihr „Rechtsgefühl für die Tiere“. Beim ersten Infoabend war auch Richard Leiner zu Gast. Der Lehrer und Geograph aus Heidelberg unterstützt mit seiner Initiative „Rettet den Odenwald“ Proteste in der Region.

          Vera Krug mit Pferden auf der Koppel beim Eiterbachtal in Wald-Michelbach im Odenwald

          Leiner will die Kultur- und Naturlandschaft des Odenwaldes schützen, die bedrohten Tierarten. Den Bau von Windkraftanlagen hält er für einen unverhältnismäßigen, kurzsichtigen Eingriff in die Natur. Der Effekt für den Klimaschutz sei „marginal“. Leiner ist überzeugt, dass derzeit nur eine Verhaltensänderung helfen kann. „Beim jetzigen Stand der Technik können Treibhausgase noch immer besser durch Energieeinsparung und Energieeffizienz als durch die regenerative Stromerzeugung gemindert werden“, meint der Geograph. Mit der Energiewende ist es aus seiner Sicht also nicht weit her.

          Oft fuhr er von Heidelberg nach Wald-Michelbach, um an den Demos teilzunehmen. Gelegenheiten dazu gab es genug. Unzählige Male demonstrierten die aufgebrachten Bürger – oft unterstützt durch den früheren Landrat Matthias Wilkes. Der Landrat, der schon zur Zeit der Proteste nicht mehr im Amt war, sagt: „Die Leute im Odenwald empfinden das als Angriff der Städter.“ Das Landschaftsbild sei der größte Wert für die sonst oft benachteiligte Region. „Und dieser Wert wird den Menschen genommen.“ Also demonstrierten sie. Vor dem Landratsamt, in Frankfurt, sogar in Berlin und natürlich auf den Straßen von Wald-Michelbach. Die Argumente waren in Wald-Michelbach dieselben wie an vielen anderen Orten, in denen sich Protest regt.

          Es ging um die große energiepolitische Frage nach der Energiewende, über die Richard Leiner lange sprechen kann. Aber auch um andere wirtschaftliche Aspekte wie den möglichen Wertverlust von Immobilien. Das erwähnt auch Krug in einem Nebensatz. „Natürlich hat man Schulden gemacht, wenn man ein Haus baut“, sagt sie. Auch eine nahe gelegene Klinik für psychisch Kranke fürchtete um ihre Attraktivität.

          Die Furcht der Windkraftgegner vor Infraschall

          Zudem spielen mögliche gesundheitliche Gefährdungen durch sogenannten Infraschall eine Rolle. Mit Infraschall sind Schallwellen mit Frequenzen unter 20 Hertz gemeint; also kaum hörbare, extrem tiefe Töne. Windkraftgegner führen beispielsweise Schlafstörungen oder Kreislaufprobleme darauf zurück. Von den Windrädern gehe eine Wucht aus, sagt Krug. Sie bekomme Kopfschmerzen, werde nervös. „Da bin ich der Meinung: Ich werde hier krank.“ In einem Papier der Hessischen Landesregierung steht, dass „der Infraschall, der von betriebenen Windenergieanlagen ausgeht, bereits deutlich vor dem Erreichen der in Hessen geltenden Mindestabstände zu Ortslagen weit unterhalb der menschlichen Wahrnehmungsschwelle liegt“. Bei Krug sind die Windräder 1900 Meter von ihrem Haus entfernt.

          Aber das wichtigste Thema scheint für Krug und Richard Leiner der Schutz der Natur und bedrohter Arten zu sein. Wenn Krug davon redet, wirkt das nicht wie ein vorgeschobenes Argument. Sie kennt den Vorwurf, dass manche Leute sehr plötzlich ihre Liebe zur Natur entdecken, wenn irgendwo in der Nähe ein Windrad gebaut werden soll. Und da ist oft etwas dran. Nur lebt Krug eben nicht ohne Grund im Odenwald. Sie liebt die Landschaft. Im Zuge der Proteste begann sie, sich dafür zu engagieren. Noch heute ist Krug mit einer Kamera unterwegs im Tal, um zu dokumentieren, welcher Vogel wo herumfliegt. Diese Form des einsamen Protests blieb ihr zuletzt auch trotz strenger Kontaktbeschränkungen in Zeiten von Corona erhalten. Treffen mit Mitstreitern waren da schon schwieriger. Vor kurzem sichtete sie ein Brutpaar von Rotmilanen, das nach ihrem Dafürhalten in der Tabuzone aller fünf Windräder liegen soll. Sie hofft, dass ihr das bei einem Verfahren gegen die Anlagen hilft.

          Vera Krug vor einem Windrad auf dem Stillfüssel

          Als die Windräder noch nicht genehmigt waren, gab ihr ein anderes Tier Hoffnung – der Schwarzstorch. Auch er ist ein natürlicher Feind des Windrads. Ein runder Tisch sollte damals klären, ob der Schwarzstorch im Umfeld von drei bis zehn Kilometern zum Stillfüssel nistete. Ein Beweis wäre das Aus für das Projekt gewesen. Doch der blieb zunächst aus. Viel sprach allerdings dafür, dass der Schwarzstorch zum Fressen in die Nähe des Stillfüssels flog. Im Herbst 2016 schließlich meldete eine Lokalzeitung eine örtliche Sensation. Ein Ehepaar stieß beim Spazieren auf einen Horst in einer Fichte. Krug machte Fotos, schickte einen Gutachter dorthin.

          Ein Drohbrief und Sabotage

          Eine Begehung wurde anberaumt. Zwar gab es laut Entega keinen Beleg, dass dort ein Schwarzstorch lebt. Gleichwohl habe man sich entschieden, das sechste Windrad nicht zu bauen. Ein Windrad wurde so verhindert, den Bau der übrigen fünf Anlagen genehmigte das Regierungspräsidium Darmstadt am letzten Werktag des Jahres 2016. Im Jahr darauf sollte es wegen einer Gesetzesänderung weniger Fördergelder geben. Ein Sprecher von Entega geht nach eigenen Worten nicht davon aus, dass auf dem Stillfüssel Schwarzstörche heimisch sind. Und er fügt hinzu: „Unabhängig davon scheint dies zwar für die Bürgerinitiativen ein neuralgischer Punkt zu sein, es ist aber für die grundsätzliche Ablehnung des Windparks aus unserer Sicht nicht der Hauptgrund.“ Der sei „generell immer ein Mix aus persönlichen Betroffenheiten und einer politischen Grundablehnung der Energiewende“.

          Die Bürgerinitiative klagte erfolglos gegen die Genehmigung. An Anzeigen und Klagen fehlt es in der Geschichte des Kampfes um den Stillfüssel nicht. Etliche Klagen wurden abgewiesen. Überhaupt taugen die Konflikte, die sich um den Bau ranken, zum Krimi. Es soll einen Drohbrief gegeben haben und mutmaßlich auch Sabotageakte. Ein zwanzigtausend Euro teures Stromkabel wurde auf der Baustelle durchtrennt.

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          Nach der Genehmigung wurde die Lage immer angespannter. In den Wochen vor dem Baubeginn koordinierten sich die Leute der Bürgerinitiative so, dass immer jemand im Wald war, um das Geschehen zu beobachten. Die Bürger patrouillierten. Gut hundert Personen zählte Krug damals zum Kern der Initiative. Spätestens hier zeigt sich, wie der Kampf um den Stillfüssel das Leben Krugs verändert hat. Im einen Moment beobachtet sie im Wald, was der Energieanbieter als Nächstes vorhat, wenig später bringt sie zu Hause das Essen auf den Tisch. Hier der Alltag, dort eine kräftezehrende Auseinandersetzung mit Gegnern, die als übermächtig erlebt werden. Die Entega, das Regierungspräsidium und irgendwie auch Angela Merkel. Bei eskalierenden Konflikten können sich Beteiligte oft nicht erklären, wie es so weit kommen konnte. Dann geht es nur noch darum, zu gewinnen. Koste es, was es wolle.

          An einem Tag im Februar 2017 war es dann so weit. Die Rodungsfahrzeuge rückten an. Whatsapp-Nachrichten gingen hin und her, etwa fünfzehn Protestler liefen in den Wald, um sich den Maschinen in den Weg zu stellen. Unter ihnen war auch Krugs Mann. „Unsere Polizei hier vor Ort hat sich uns gegenüber eher nett verhalten, aber bei der Blockade hatte ich Angst“, erinnert sich Krug.

          Vera Krug kämpft weiter

          Sogar der Staatsschutz wurde auf die Situation in Wald-Michelbach aufmerksam. Irgendwann klingelten Beamte an Krugs Haustür. Es muss nach Krugs Erinnerung gewesen sein, bevor die Fundamente für die Windkraftanlagen gegossen werden sollten. Man habe sie davor gewarnt, sich den Zement-Transportern in den Weg zu stellen. Das könne teuer werden, weil der Zement hart wird. Es ging offenbar um möglichen Schadenersatz. Man wolle ihr keine Angst machen, hätten die Männer gesagt. Es sei auch alles ganz freundlich gewesen, beteuert sie. „Es hat uns trotzdem etwas zugesetzt.“

          Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Südhessen weist darauf hin, dass es im Rahmen von Kooperationsgesprächen ein Standard sei, „auch auf mögliche Konsequenzen bei Nichteinhaltung von Auflagen hinzuweisen“. Genaue Gesprächsinhalte könnten allerdings nicht mehr nachvollzogen werden. Als das erste Fundament auf dem Stillfüssel gegossen werden sollte, gab es zwar eine Demo, aber die Transporter kamen durch.

          Kurz vor Ostern 2018 gingen die fünf Anlagen auf dem Stillfüssel in Betrieb. Und hier hätte die Geschichte des Protests von Wald-Michelbach eigentlich enden können. Doch der Kampf gegen die Windräder wurde für einige zu einer Mission.

          Der Windpark Stillfüssel bei Wald-Michelbach

          Krug brachte sich mit einem Verein in die immer noch laufende Diskussion über die Ausweisung von Windvorranggebieten in der Region ein. Sie nannte den Verein „Leben und Freiheit“. Im März 2020 trat der sogenannte Teilplan Erneuerbare Energien für den Regierungsbezirk Darmstadt in Kraft. Er weist Windvorranggebiete aus. Es gibt aber auch sogenannte Weißflächen, bei denen noch geklärt werden muss, ob Windräder dort gebaut werden können. Solche Weißflächen gibt es auch in Wald-Michelbach. Krug bringt artenschutzrechtliche Bedenken vor. Außerdem unterstützt sie Proteste in anderen Orten. Als „Zeitzeugin“, wie sie sagt.

          Auch andere aus der heißen Phase im Kampf um den Stillfüssel demonstrieren noch immer regelmäßig vor dem Wald-Michelbacher Rathaus. Bevor die Corona-Krise über das Land hereinbrach, veranstalteten sie im März die 83. Donnerstags-Demo. Es folgte eine Zwangspause wegen der Pandemie. Seitdem findet sich die Ankündigung von Demo Nummer 84 im Internet. Sobald sich die Fußballstadien wieder füllen, Schulen und Kindergärten geöffnet sind, soll es weitergehen, heißt es da. „Es darf nicht sein, dass die Windkraftbefürworter die Corona-Krise nutzen, um jetzt vollendete Tatsachen zu schaffen.“

          Ungerührt von Corona und vom Kampf der Windkraftkritiker drehen sich auf dem Stillfüssel die Rotoren. Krug rauben sie den Schlaf. „Ich wache auf, wenn die losgehen“, sagt sie. Nachts um drei Uhr seien die Windräder besonders laut. Eigentlich, sagt Krug, könnte sie sich jetzt auf einen schönen Lebensabend einstellen. Die zwei Söhne werden erwachsen, das Haus am Waldrand ist bald abbezahlt. „Ein Lebensabend in dieser Qualität wurde uns genommen.“

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