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Kollateralschäden inbegriffen : Wie Fernunterricht im Brennpunkt scheitert

  • -Aktualisiert am

Als noch Kinder kommen durften: Gräfenauschule in Ludwigshafen im März 2019 Bild: Frank Röth

Besonders Grundschüler aus Problemfamilien bleiben im Lockdown auf der Strecke – nicht nur, was die Bildung betrifft. „Von den Erstklässlern müssten Stand jetzt die Hälfte die Klasse wiederholen“, sagt eine Rektorin.

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          Corona verschärft bestehende Entwicklungen, das gilt auch für die Schulen. Wie in einem Brennglas zeigt sich das dort, wo der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund besonders hoch ist. Etwa in der Gräfenauschule in Ludwigshafen-Hemshof, einem stark von Migranten geprägten Stadtteil.

          Julian Staib

          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Von den 431 Schülern der Grundschule, die hier in einem großen Backsteinbau residiert, haben 98 Prozent einen Migrationshintergrund, 375 verfügen nur über schlechte Deutschkenntnisse, 72 davon über gar keine. All diese Schüler sind nun seit Montag wieder im Fernunterricht. Formell zumindest. Denn: „Kinder, die kein Deutsch sprechen, kann man unmöglich im Fernunterricht beschulen“, sagt die Rektorin der Schule, Barbara Mächtle.

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