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Gottesdienste wieder erlaubt : Eucharistie mit der Zange

Eine Frau und ein Mann sitzen in der Marktkirche in Hannover. Vom 6. Mai an sind Gottesdienste in Niedersachsen wieder erlaubt. Bild: dpa

Unter strengen Auflagen werden Gottesdienste wieder erlaubt. Doch wie erbaulich ist das – mit Abstand halten, ohne Chor und Gemeindegesang? Kritiker warnen vor einer „Versektung“ durch eine „so sonderbare Liturgie“.

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          Angela Merkel war nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten am Donnerstagnachmittag voll des Lobes. Die Bundeskanzlerin bedankte sich ausdrücklich bei den Kirchen und Religionsgemeinschaften; mit „viel Liebe zum Detail“ hätten diese ein „hervorragendes Konzept“ vorgelegt. Rechtlich liege die Entscheidung zwar bei den Ländern, hob die CDU-Politikerin hervor. Aufgrund der Maßgaben, die alle Beteiligten „gemeinsam ausgearbeitet“ hätten, könne das gottesdienstliche Leben jedoch schon bald in ganz Deutschland wieder beginnen.

          Reinhard Bingener

          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Thomas Jansen

          Redakteur in der Politik.

          Die Religionsgemeinschaften zeigten sich nach der Pressekonferenz der Kanzlerin erfreut. „Damit wird die grundgesetzlich verbriefte Religionsfreiheit ein Stück weit wiederhergestellt“, äußerte Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden. Heinrich Bedford-Strohm, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) versprach, man werde die „notwendigen Sicherheitsauflagen sehr gewissenhaft beachten“. Und Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, feierte gleich am Freitag eine Messe zum Auftakt der Wallfahrtssaison im niederrheinischen Kevelaer.

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