https://www.faz.net/-gpf-9q1hy

Berlin-Neukölln : Wo fast alle Schüler einen Migrationshintergrund haben

„Arabische Straße“: Passanten auf der Sonnenallee, die in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grundschule in der Köllnischen Heide verläuft Bild: Matthias Lüdecke

An einer Grundschule in Neukölln kommen viele Schüler aus einer der acht großen Clan-Familien. Mit ihrem Unterricht und vielen Projekten wollen die Lehrer verhindern, dass sich eine Parallelgesellschaft bildet.

          5 Min.

          Am Ende der Sommerferien haben die Schüler der Grundschule in der Köllnischen Heide in Berlin aufgeatmet, denn sie finden Ferien ausgesprochen „doof“. Die Schule liegt mitten im Brennpunktgebiet Neuköllns. Die Sonnenallee mit ihren arabischen Läden, Shisha-Bars und Cafés ist nur wenige Meter entfernt, die berüchtigte Al-Nur-Moschee gehört zum Einzugsgebiet der Schule. Dort müssen viele Schüler ihre Freizeit und das Wochenende verbringen und werden indoktriniert. Die frühere Neuköllner Bezirksbürgermeisterin und heutige Familienministerin Franziska Giffey (SPD) hatte einst beim Berliner Innensenator die Schließung der Moschee beantragt – erfolglos. Gegenüber der Schule liegt wie ein Widerspruch einer der gepflegtesten Parks Berlins: der Von-der-Schulenburg-Park mit seinem historischen Märchenbrunnen.

          Heike Schmoll

          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Beim Betreten der Schule riecht es verführerisch nach Mittagessen. Die Schule wird schon lange als gebundene Ganztagsschule geführt und hat eine eigene Mensa, die täglich frisch bewirtschaftet wird. Einen Wachdienst wie in fast allen anderen Schulgebäuden Neuköllns gibt es nicht. Den habe allerdings auch sie inzwischen beim Bezirksamt Neukölln beantragt, berichtet Astrid-Sabine Busse, die Vorsitzende des Interessenverbandes Berliner Schulleitungen (IBS). Sie ist stadtbekannt für offene Worte und leitet auch die Grundschule in der Köllnischen Heide.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          „Das war in höchstem Maß frauenverachtend gegenüber meiner Kollegin und mit den Idealen der Stiftung absolut unvereinbar“: CSU-Staatsministerin Dorothee Bär über den Beitrag in „Tichys Einblick“

          Dorothee Bär über Sexismus : „Bei Tichy hat der verbale Ausfall System“

          Wegen Sexismus im Blatt des Stiftungsvorsitzenden Roland Tichy hat sich CSU-Staatsministerin Dorothee Bär aus der Ludwig-Erhard-Stiftung zurückgezogen. Ein Interview über alltägliche Frauenverachtung – und ihre Erwartungen an die Männer.