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Attentat von Würzburg : Wie ein Kampf mit einem Taubstummen

  • -Aktualisiert am

Die Tat vom Freitag bewegt die Menschen in Würzburg. In der Innenstadt wurden Kerzen aufgestellt. Bild: dpa

Auch ein iranischer Asylbewerber hat geholfen, den Messerattentäter von Würzburg in Schach zu halten – mit einem Rucksack und kampfsportartigen Bewegungen. Der F.A.Z. erzählt er, wie er die Szene erlebte.

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          Gegen 19 Uhr am Samstagabend steht Chia Rabiei wieder auf dem Würzburger Barbarossaplatz – unweit der Kerzen und Blumen, die im Gedenken an die Opfer der schrecklichen Tat vom Freitagnachmittag abgelegt wurden. Ungefähr 26 Stunden ist es her, dass Rabiei hier vor dem Kaufhaus Woolworth entlang kam und sah, wie ein Mann mit einem Messer auf Passanten einstoch. Später stellte sich heraus, dass es sich um einen 24 Jahre alten abgelehnten Asylbewerber aus Somalia handelt, der in Deutschland subsidiären Schutz genießt, also nicht abgeschoben werden kann. Was Rabiei dann tat, ist auf Handyvideos festgehalten, die auf Youtube und in sozialen Medien kursieren.

          Timo Frasch
          Politischer Korrespondent in München.

          Die Person dort sieht so aus wie er: Bart um Oberlippe und Kinn, die Haare zu einem kleinen Zopf nach hinten gebunden, die Beine etwas kräftiger. Nur mit einem Rucksack versucht der Mann, den Täter, der nach wie vor sein langes Messer in der Hand hält, abzulenken, in Schach zu halten. Alsbald lässt er den Rucksack fallen und versucht es mit Schreien und kampfsportartigen Bewegungen. Die habe er sich selbst beigebracht, sagt Rabiei der F.A.Z. In dem Video ist zu sehen, wie der Mörder etwas vom Boden aufhebt und nach ihm wirft. Da liegen bereits zwei Rucksäcke auf der Straße. Einen hatte Rabiei kurz vorher im Sozialkaufhaus „Brauchbar“ gekauft.

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