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Handelskammer der Hansestadt : Ein Bayer gegen Hamburgs Schwergewicht

Nicht trennbar: Das Hamburger Rathaus und die Handelskammer sind über die „Seufzerbrücke“ miteinander verbunden. Bild: blickwinkel/euroluftbild.de/Mari

Die Hamburger Handelskammer ist mehr als 350 Jahre alt – und mächtig. Ihr Präses wollte sie reformieren. Doch er scheiterte. Und die Kammer kommt seitdem nicht zur Ruhe.

          8 Min.

          In Hamburg ist es nicht immer leicht, Wirtschaft und Politik auseinanderzuhalten, und wenn man um das Rathaus geht, gelangt man auf seiner Rückseite sogleich zur Handelskammer. Stolz und mächtig stehen beide Häuser da mitten in der Stadt. Rücken an Rücken, das Rathaus mit seinem Turm höher in die Luft gestreckt, die Handelskammer älter und dicker, direkt verbunden durch einen schmalen Gang, die „Seufzerbrücke“. Woher dieser Name eigentlich stammt, ist nicht mehr ganz klar, sicher ist nur, dass der Präses der Handelskammer einen Schlüssel für die Tür besitzt, um über den Gang das Rathaus zu betreten.

          Christian Müßgens

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Tobias Bergmann war der 234. Präses der Handelskammer. Mit dem Schlüssel, so erzählt er es zumindest, habe er in seiner Amtszeit auch für den Bürgermeister schon mal die Tür öffnen lassen, wenn der im Hamburger Regen trocken hinüberkommen wollte.

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