https://www.faz.net/-gpf-ac8x2

Geschäft mit Armutsmigranten : Der Kampf gegen Schrottimmobilien

Schrottimmobilien: Viele Häuser in der Dürener Nordstadt sind in einem grauenvollen Zustand. Bild: Stefan Finger

Vielerorts vermieten windige Geschäftsleute heruntergekommene Wohnungen überteuert an Migranten. Selbst in Kellerlöchern ohne Toilette werden Mieter einquartiert. Die Stadt Düren geht dagegen vor.

          8 Min.

          Das Haus mit der amtlich versiegelten Tür in der Dürener Nordstadt sieht von außen betrachtet nicht sonderlich heruntergekommen aus. Doch weil sich die Hinweise verdichtet hatten, dass das Gebäude hoffnungslos mit südosteuropäischen Wanderarbeitern überbelegt war, rückte in den frühen Morgenstunden des 25. Juni vor einem Jahr die Dürener Taskforce „Problemimmobilien“ in der Neuen Jülicher Straße an.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Die Bediensteten von Ordnungs-, Bau- und Sozialamt, Feuerwehr und Ausländerbehörde, die im Kampf gegen Schrottimmobilien, Sozialmissbrauch und Schwarzarbeit unter anderem mit dem Zoll, der Polizei sowie Jobcenter-Kräften zusammenarbeiten, haben schon etliche Varianten von „absolut unbewohnbar“ gesehen: feuchte Wände, Ungezieferbefall, brandgefährliche, blanke Elektrokabel, mit Baustützen „gesicherte“ Deckenbalken. Aber was sie an diesem Tag entdeckten, stellte alles bisher Gesehene in den Schatten. „Das war menschenverachtend, schockierend“, erinnert sich Ordnungsdezernentin Christine Käuffer. Sogar den muffigen, fensterlosen Keller hatte der Hauseigentümer vermietet, als Matratzenlager an sechs Männer. „Es gab keine Belüftung, keine Beleuchtung. Ein Loch im Boden war die Toilette.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Deutsche Einzelkritik : Müller nervt Portugal, Gosens ragt heraus

          Beim Sieg über Portugal macht Robin Gosens wohl die Partie seines Lebens. Auch andere DFB-Akteure zeigen sich deutlich verbessert. Aber einer scheint nicht der Lieblingsspieler von Bundestrainer Joachim Löw zu sein.
          Vollelektrisch: Der Porsche Taycan Cross Turismo

          Sportwagenhersteller : Klimamanöver im Porsche-Tempo

          Die Hälfte der Porsche-Belegschaft wird in fünf Jahren eine andere Arbeit machen als heute. Es ist klar, was daraus folgt.

          Deutscher Sieg über Portugal : Ein Abend, an dem Funken sprühen

          Mit der überwältigenden Mischung aus Wucht und Wille erfüllt die DFB-Elf ihren Auftrag gegen Portugal. Auch die Konkurrenz in Fußballeuropa dürfte diese deutsche Verwandlung mit einigem Staunen gesehen haben.