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Sexuelle Übergriffe : Eine Kette atemberaubenden Versagens

  • -Aktualisiert am

Auf dem Campingplatz Eichwald in Lügde sollen drei Männer 23 Kinder sexuell missbraucht haben. Bild: dpa

Im Missbrauchsskandal von Lügde wird immer deutlicher, dass viele Kinder auch durch Polizeiversäumnisse zu Opfern wurden. Denn die Ermittlungen liefen nicht nur schleppend, sondern überaus chaotisch.

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          Ingo Wünsch ist beim LKA Nordrhein-Westfalen Leiter der kriminalpolizeilichen Fachaufsicht. Derzeit widmet sich der erfahrene Beamte aber voll und ganz der Aufarbeitung eines Polizeiskandals, dessen Dimension sich immer noch nicht einschätzen lässt. Denn der an sich schon unfassbare Missbrauchsfall Lügde – der Dauercamper Andreas V. soll mit einem Komplizen über viele Jahre hinweg mindestens 31 Kinder mehr als 1000 Mal missbraucht und davon kinderpornografische Filme angefertigt haben – entwickelt sich immer mehr auch zum Behördenskandal.

          Reiner Burger

          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Neben der aus 60 Beamten bestehenden Ermittlungskommission „Eichwald“, die nach dem Campingplatz in Lügde an der Grenze zu Niedersachsen benannt ist, auf dem V. lebte, gibt es beim Polizeipräsidium Bielefeld deshalb eine zweite Ermittlungskommission namens „Rad“. Ihr gehören fünf Beamte an, deren Aufgabe es ist, ausschließlich das vielgestaltige Behördenversagen zu untersuchen.

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