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Ostern feiern : Wie die Pandemie Kirchengemeinden verändert

Das Virus zertreten: Pfarrer Thomas Kaster mit der Osterkerze in der katholischen Kirche St. Suitbertus in Remscheid Bild: Stefan Finger

Die großen Kirchen begehen das zweite Osterfest in der Pandemie. In der einen Gemeinde mit Besuchern und Hygienekonzept, in einer anderen digital. Viele Pfarrer fragen sich, was aus den Jugendgruppen und Chören wird.

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          An Ostern allein in einer leeren Kirche zu predigen, das sei seine „seltsamste Erfahrung“ während der gesamten Pandemie gewesen, sagt Pfarrer Thomas Kaster. In diesem Jahr wird dem Remscheider Stadtdechanten das erspart bleiben. Wie in den meisten katholischen Pfarreien sollen die Osternacht und die Messe am Ostersonntag in seiner Pfarrei Sankt Suitbertus als Präsenzgottesdienste gefeiert werden.

          Reinhard Bingener
          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.
          Thomas Jansen
          Redakteur in der Politik.

          Die Aufgabe, vor der Kaster ebenso wie alle anderen Prediger am höchsten Fest der Christenheit steht, bleibt schwierig genug. Angesichts von Millionen Corona-Toten, gefährlichen Mutanten und besorgniserregenden Inzidenzwerten hat er eine Botschaft zu verkünden, deren Kern lautet: Christus hat den Tod überwunden, freut euch, und seht eurem Ende mit Gelassenheit entgegen! Und das unter Bedingungen, die auch jetzt immer noch wenig dazu angetan sind, ohne weiteres Freude aufkommen zu lassen: in einer mehr als halb leeren Kirche vor ein paar Dutzend Gläubigen mit medizinischer Schutzmaske und ohne Gemeindegesang.

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