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F.A.Z. exklusiv : Wie die Krise Familien verändert

Distanzunterricht stellt Eltern und Kinder auf eine harte Probe. Bild: AFP

Zwischen Verzweiflung und Glück: 25.000 Familien sind in einer Studie befragt worden, wie sie die Corona-Krise erleben. Welche Familien hart getroffen sind – und für welche die Krise eine Erleichterung ist.

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          „Für unsere Familie und die Stärkung der Geschwisterbeziehung werde ich Corona ewig dankbar sein. Mal aus dem Hamsterrad auszusteigen ist eine Wahnsinnschance“, so berichtet eine Mutter über ihr Erleben während der ersten Wochen der Corona-Krise. Manche Familien haben die Schließung von Schulen und Kindergärten an den Rand der Verzweiflung gebracht, andere denken plötzlich über eine bleibende Entschleunigung ihres Alltags nach. Es ist ihnen bewusst geworden, dass das Hin- und Herfahren die Kinder unter Dauerstress setzt. Aber es gibt auch diejenigen, die unter Krisenstress leiden: „Nachdem ich bereits unbezahlten und bezahlten Urlaub genommen habe, bin ich am Ende meiner Kräfte, da nicht abzusehen ist, wann die Kindergärten wieder öffnen.“

          Heike Schmoll

          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          In der bisher umfangreichsten Umfrage unter Familien in allen 16 Bundesländern erweist sich die Familie als Seismograph der derzeitigen gesellschaftlichen Probleme. In einer ersten Teilstudie wurden 5000 Jugendliche befragt. Für den zweiten Teil, der dieser Zeitung vorab vorliegt, gaben 25.000 Familien mit Kindern unter 15 Jahren Auskunft über ihr Befinden zu Hause. 30 Prozent davon stammen aus Hessen. Erreicht wurden sowohl die Städter als auch die Bewohner von Klein- und Mittelstädten sowie ländlicher Regionen. In der Regel berichten die Mütter, die meisten sind berufstätig. Knapp die Hälfte der Befragten befand sich während der Zeit der Befragung vom 24. April bis zum 3. Mai im Homeoffice, einige gingen gelegentlich zur Arbeit.

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