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Plötzlich im Paarlauf : Wie Laschet und Spahn einander jahrelang bekämpften

Minister und Ministerpräsident: Jens Spahn und Armin Laschet treten als Team auf. Bild: EPA

Armin Laschet und Jens Spahn treten als Team auf. Dabei mussten sie nicht nur politische Differenzen überwinden. Zwischen den beiden CDU-Männern stehen einige Intrigen aus der Vergangenheit.

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          Es sollte vor allem um Inhalte gehen, nicht um Personen – das haben Armin Laschet und Jens Spahn am Dienstagmorgen so oft wie möglich betont. Allein, der Anlass des gemeinsamen Auftritts in Berlin machte es ihnen schwer, nicht auch über Persönliches zu sprechen, über ihre Ziele, ihre Ambitionen – und ihr Verhältnis zueinander. Vor Journalisten kündigten Spahn und Laschet an, wie sie es halten wollen mit der Kandidatur um den vakant gewordenen CDU-Parteivorsitz. Nämlich so: Laschet kandidiert, und Spahn, der selbst Ambitionen auf das Amt hatte, will ihn öffentlich unterstützen und Stellvertreter werden.

          Kim Björn Becker

          Redakteur in der Politik.

          Laschet und Spahn muss klar gewesen sein, dass dieses Arrangement auch ein Schlaglicht wirft auf das persönliche Verhältnis der beiden nordrhein-westfälischen Christdemokraten. Und so machten sie gleich selbst den Anfang und gingen darauf ein, bevor jemand sie auf das Thema ansprechen konnte. „Armin Laschet und ich, wir hatten in den vergangenen Jahren auch mal unsere Differenzen“, sagte Bundesgesundheitsminister Spahn nach wenigen Minuten. Kurze Zeit später sekundierte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident, an seinen Parteifreund gewandt: „Du hast es beschrieben, wir waren nicht immer gleicher Meinung in den letzten Jahren.“ 

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