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Briefwähler bei Landtagswahlen : Ab geht die Post

Sicher ist einfach sicher: Zur Kommunalwahl in Hessen werben Plakate wie hier in Frankfurt aktiv für die Briefwahl. Bild: Finn Winkler

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz werden mehr Briefwähler als sonst erwartet. Für die Parteien wird der Wahlkampf dadurch unberechenbarer.

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          Unter den Wahlkämpfern in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist derzeit viel von einem „fehlenden Bauchgefühl“ die Rede. Die meisten Wahlkämpfer trauen sich nicht, an den Türen zu klingeln, aus Sorge, Wähler zu verschrecken. Großveranstaltungen fallen komplett aus. In Pandemiezeiten fehlt damit der Kontakt zu den Bürgern. Hinzu kommt, dass keiner weiß, wann die Leute eigentlich für die Landtagswahlen am 14. März abstimmen werden.

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Julian Staib

          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          In Rheinland-Pfalz ist der Anteil an Briefwählern traditionell hoch, bei der vergangenen Landtagswahl 2016 lag er bei 30,6 Prozent, dieses Mal wird er aller Voraussicht nach deutlich höher sein. In Baden-Württemberg war der Anteil bislang eher niedrig. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren lag er bei 18,5 Prozent. Nach dem hohen Briefwähleranteil bei der Stuttgarter Oberbürgermeisterwahl – im zweiten Wahlgang waren es 47 Prozent – rechnen die Parteien nun damit, dass viele der 7,7 Millionen Wahlberechtigten von der Briefwahl Gebrauch machen – oft ist von geschätzten 40 Prozent die Rede.

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