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Vor Corona : Kein Respekt in KZ-Gedenkstätten

Eingangstor zum ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau Bild: AP

Beschmierte Gedenkstätten und Lehrer, die sich im Unterricht nicht trauen, über die Judenverfolgung zu sprechen: Fachleute beobachten wachsenden Antisemitismus und Desinteresse an der Geschichte. Eine Recherche aus dem vergangenen Januar.

          3 Min.

          Lehrer, Historiker und jüdische Organisationen beklagen, dass Rechtsradikale und Geschichtsrevisionisten in Deutschland immer unverfrorener auftreten. Pädagogen schildern, wie es für sie immer schwieriger wird, die Erinnerung an die Schoa wachzuhalten und die Lehren aus der Geschichte jungen Menschen zu vermitteln.

          Livia Gerster
          (lige.), Politik

          Der Leiter der Gedenkstätte Buchenwald, Volkhard Knigge, ist seit Jahren mit Rechtsradikalen in dem ehemaligen Konzentrationslager konfrontiert. Er berichtet von zunehmend menschenverachtenden Einträgen in den Gastbüchern: „Das reicht von den knappsten Formen des Bekenntnisses in Form einer 88 bis zu deutlicher ausformulierten Ansichten.“ Habe man früher mit Holocaust-Leugnern zu kämpfen gehabt, treffe man heute auf Holocaust-Befürworter. Da fielen dann Sätze wie: „In Buchenwald würde man mit dem Flüchtlingsproblem besser fertig.“

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