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Antisemitismus : Kein Respekt in KZ-Stätten

Eingangstor zum ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau Bild: AP

Beschmierte Gedenkstätten und Lehrer, die im Unterricht nicht über die Judenverfolgung der Nazis sprechen: Fachleute beobachten wachsenden Antisemitismus und Desinteresse an der Geschichte. Digitale Lösungen könnten Abhilfe schaffen.

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          Lehrer, Historiker und jüdische Organisationen beklagen, dass Rechtsradikale und Geschichtsrevisionisten in Deutschland immer unverfrorener auftreten. Pädagogen schildern, wie es für sie immer schwieriger wird, die Erinnerung an die Schoa wachzuhalten und die Lehren aus der Geschichte jungen Menschen zu vermitteln.

          Livia Gerster

          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der Leiter der Gedenkstätte Buchenwald, Volkhard Knigge, ist seit Jahren mit Rechtsradikalen in dem ehemaligen Konzentrationslager konfrontiert. Er berichtet von zunehmend menschenverachtende Einträgen in den Gastbüchern: „Das reicht von den knappsten Formen des Bekenntnisses in Form einer 88 bis zu deutlicher ausformulierten Ansichten.“ Habe man früher mit Holocaust-Leugnern zu kämpfen gehabt, treffe man heute auf Holocaust-Befürworter. Da fielen dann Sätze wie: „In Buchenwald würde man mit dem Flüchtlingsproblem besser fertig.“

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