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Allensbach-Umfrage : Wie der Klimaschutz die Deutschen polarisiert

  • -Aktualisiert am

Abschlusskundgebung für mehr Klimaschutz vor der IAA in Frankfurt Bild: Lucas Bäuml

Stehen beim Thema Erderwärmung Junge gegen Alte? Oder verläuft der Graben zwischen den Anhängern der Parteien?

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          Die Debatte über den Klimawandel und Maßnahmen zum Klimaschutz hat das Potential, die Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Gesellschaft gravierend und nachhaltig zu verändern. Der Klimawandel beschäftigt die Bevölkerung zunehmend, und das nicht erst seit Beginn der Schülerdemonstrationen. Seit Anfang 2017 ist der Anteil der Bevölkerung, der über die Klimaveränderungen beunruhigt ist, von 37 auf 61 Prozent angestiegen, in der jungen Generation von 44 auf 68 Prozent. In der politischen Agenda der Bürger spielen Umwelt- und Klimaschutz heute eine wesentlich größere Rolle als noch vor zwei, drei Jahren. Gut 70 Prozent der Bevölkerung fordern, dass hier in den nächsten Jahren einer der Schwerpunkte der Regierungsarbeit liegen sollte.

          Die „Fridays for Future“-Demonstrationen treffen vor diesem Hintergrund quer durch alle Generationen auf breite Unterstützung. Allerdings ist der gesellschaftliche Rückhalt in den letzten Monaten schwächer geworden: Die ersten Schülerdemonstrationen im Frühjahr fanden die Zustimmung von 69 Prozent der Bevölkerung; jetzt unterstützen noch 57 Prozent diese Aktionen. Auch die mittlere und ältere Generation stehen mehrheitlich hinter den Demonstranten; die Generationen scheiden sich allerdings an der Frage, ob die Schüler auch während des Unterrichts demonstrieren sollten. Was aus der Sicht vieler Jüngerer eine Win-Win-Konstellation ist, findet in der Generation der Eltern und Großeltern weitaus weniger Unterstützung. Alle Generationen sind jedoch überzeugt, dass die Demonstrationen Wirkung entfalten werden.

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