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AfD-Mitgliedschaft : Wie ein General nach rechts abbog

Joachim Wundrak im Jahr 2014 neben der damaligen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Bild: Imago

Joachim Wundrak war im Führungsstab der Bundeswehr und CDU-Mitglied. Inzwischen zetert er gegen Merkel und Europa. Von Rechtsextremisten in der AfD will er nichts wissen.

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          Die AfD verfügt in ihren Reihen über einige höhere Offiziere. Der rheinland-pfälzische Landesvorsitzende Uwe Junge hat zuletzt als Oberstleutnant gedient. Der Berliner Landesvorsitzende Georg Pazderski stand in der Truppe als Oberst noch weiter oben. Gleiches gilt für den AfD-Bundestagsabgeordneten Rüdiger Lucassen, auch er ist ein Oberst a. D.

          Reinhard Bingener

          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Den bislang ranghöchsten Offizier bietet die AfD nun aber als Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl in Hannover Ende Oktober auf: Dort tritt der frühere Generalleutnant Joachim Wundrak für die Partei an. Der 64 Jahre alte Ingenieur flog bei der Bundeswehr zunächst große Flugzeuge wie die Transall. Später wechselte er in den Führungsstab der Luftwaffe, absolvierte mehrere Auslandseinsätze und wurde 2013 schließlich Kommandeur des neugegründeten „Zentrums Luftoperationen“. Im Herbst 2018 schied der Drei-Sterne-General nach 44 Jahren aus dem Dienst aus.

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