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Unterricht in der Pandemie : Der schwierige Alltag in den Förderschulen

Schulhof der Janusz-Korczak-Schule, einer Förderschule in Langen Bild: Lucas Bäuml

Das Virus hat den Alltag in deutschen Förderschulen umgekrempelt. Vielen Kindern mit Behinderung fällt es schwer, eine Maske zu tragen. Und die nächste Herausforderung steht schon bevor.

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          Auf dem Schulhof flattert rot-weißes Absperrband. Als Schulleiterin Iris Radloff die Absperrung passiert, kommt ihr aus Richtung Schulgebäude ein Jugendlicher mit Fahrradhelm entgegen. Freudestrahlend läuft er auf sie zu, bleibt dann aber gut zwei Meter vor ihr abrupt stehen und winkt aufgeregt. Joshua ist Autist. Und Schulsprecher der Janusz-Korczak-Förderschule im hessischen Langen. Wegen seiner Sprachprobleme konnte er früher gar nicht kommunizieren. Jetzt hat er ein Tablet mit Kommunikationstool und leitet selbstbewusst die Schülervertretung. Auf regelmäßige Treffen müssen die Klassensprecher aber vorerst verzichten.

          „Am Anfang mussten wir uns ein bisschen neu erfinden“, sagt Iris Radloff. Für Förderschulen gibt es in Hessen keine spezifischen Hygienevorgaben vom Kultusministerium. Für die Direktorin ist das wenig verwunderlich. Schließlich sind Förderschulen mit ganz anderen Herausforderungen konfrontiert als Regelschulen. „Wir legen unser Hygienekonzept über das Hygienekonzept des Landes und schauen, in welchen Teilen wir es ein bisschen anders thematisieren müssen“, sagt Radloff. Statt fester Regeln sei es wichtig, einen individuellen Weg gehen zu können.

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