https://www.faz.net/-gpf-9uuut

Peking und seine Ängste : Wie China in Deutschland Menschen unter Druck setzt

Eklat beim Freundschaftsspiel in Mainz im Jahr 2017 zwischen dem TSV Schott Mainz und der chinesischen U-20-Nationalmannschaft: Zuschauer protestieren mit Tibet-Fahnen gegen die chinesische Tibet-Politik. Bild: dpa

Chinas Führung fürchtet alle, die ihre Macht bedrohen. Und bekämpft sie auch in Deutschland.

          7 Min.

          Vor einiger Zeit klingelte das Telefon von Abdujelil Emet. Seine Schwester aus China meldete sich. Der Anruf kam überraschend, denn Emet hatte seit drei Jahren nicht mehr mit der Schwester gesprochen. Und noch etwas machte ihn stutzig: Im Hintergrund hörte er Stimmen. Die Schwester war offenbar nicht allein. Sie lobte erst einmal die KP. Und dann folgte eine traurige Nachricht. Die Schwester erzählte, dass Emets Bruder vor acht Monaten gestorben sei. „So gut behandelt dich also die KP, dass ich erst acht Monate später vom Tod meines Bruders erfahren kann?“, fragte er sie.

          Emet ist Uigure und lebt in Deutschland. Die Uiguren sind eine muslimische Minderheit, die im Nordwesten Chinas in der Provinz Xinjiang leben. Die liegt an der Grenze zur Mongolei und zu Kasachstan, weit weg von Peking. Die kommunistische Führung sieht in der Minderheit oder zumindest in Teilen von ihr eine Gefahr für die nationale Einheit, die „Harmonie“ im Lande.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Großprojekt in Brandenburg : Der Aufstand im Tesla-Wald

          Erst stoppen Umweltschützer die Rodungsarbeiten, dann klettern Kapitalismuskritiker auf die Bäume: Sind Großprojekte wie die Tesla-Fabrik in Deutschland überhaupt noch machbar?