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Nach den Ausschreitungen : Wie kann man Krawallen in den Großstädten vorbeugen?

Mehr Präsenz zeigen: Polizisten auf dem Stuttgarter Schlossplatz Bild: dpa

In Baden-Württemberg fordern drei Kommunalpolitiker ein „Anreiz- und Sanktionssystem“ für Flüchtlinge. Denn in der Provinz und in den mittelgroßen Städten werden manche zum Problem.

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          Gewaltsame Ausschreitungen von Jugendlichen auf Sommerfesten oder in städtischen Parks gehören seit Jahren zur Sommerhitze wie Altstadtfeste und überfüllte Badeseen, sogar in Zeiten der Pandemie. 2017 stand die schwäbische Stadt Schorndorf für eine paar Tage unter Beobachtung, weil jugendliche Gewalttäter, einige waren Flüchtlinge oder stammten aus Einwandererfamilien, randaliert und Polizisten mit Flaschen beworfen hatten. Strafverfahren im zweistelligen Bereich waren die Folge.

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Ende Juni zog ein gewaltbereiter Mob durch die Stuttgarter Innenstadt, mehr als 40 Schaufenster gingen zu Bruch, mehrere Polizisten wurden verletzt, die Polizei hat 44 Tatverdächtige ermittelt, mittlerweile befinden sich 23 in Untersuchungshaft. Am vergangenen Wochenende gab es nun Randale auf dem Frankfurter Opernplatz, die Polizei nahm 39 Verdächtige vorläufig fest. Was alle drei Vorfälle gemeinsam haben, ist eine ähnliche Tätersoziologie: Die Verdächtigen sind in der Regel sehr jung, sie sind alkoholisiert, sie sind größtenteils polizeibekannt und mindestens die Hälfte von ihnen stammt aus Einwandererfamilien oder ist jung, geduldet oder als Flüchtling anerkannt.

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