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Widerstand gegen Hitler : Es zählt die Tat

Der Hitler-Attentäter Georg Elser wurde nahe der Schweizer Grenze gefasst. Dort steht heute ein Denkmal. Bild: dpa

Nicht nur für den 20. Juli 1944 gilt: Entscheidend bleibt der versuchte Tyrannenmord. Auch wenn viele der damals Beteiligten erst begeistert das Regime unterstützt haben.

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          Was wäre geschehen, wenn Georg Elser Erfolg gehabt hätte? Der Kunstschreiner hätte um ein Haar am 8. November 1939 nahezu die gesamte NS-Führung weggesprengt. Elser hätte Hitler auf der Höhe seines Ruhms getötet. Wie wäre seiner gedacht worden, jenes wahren Mannes der Tat, der ohne Organisation und Überbau, ohne Beziehungen eine funktionsfähige Bombe baute, weil er den Nationalsozialismus und den Krieg nicht wollte – und der kurz vor Kriegsende in Dachau ermordet wurde?

          Es war Bundeskanzler Helmut Kohl, der Georg Elser am 20. Juli 1984 erstmals im Ehrenhof des Bendlerblocks erwähnte. Zum Glück gibt es heute kein geteiltes Gedenken mehr, auch die kommunistischen Widerstandskämpfer werden geehrt. Das gilt auch für die gar nicht so wenigen stillen, unbekannten Bürger, die in schwerer Zeit widerstanden und im Einzelfall unter Einsatz ihres Lebens Verfolgten halfen.

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