https://www.faz.net/-gpf-a16tv

Wie bei Lesben und Schwulen : Werteunion verlangt Aufwertung in CDU

  • Aktualisiert am

Alexander Mitsch, der Vorsitzende der Werte-Union, im Juni 2019 Bild: dpa

Dass die Lesben-und-Schwulen-Union einen besseren Status in der Partei bekommen soll, weckt Begehrlichkeiten bei der Werteunion. Die sei schließlich größer, sagt der Vorsitzende Alexander Mitsch.

          1 Min.

          Die konservative Werteunion fordert eine Aufwertung innerhalb der CDU. Nach der Entscheidung der Struktur- und Satzungskommission der Partei, die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) als eigenständige Parteiorganisation anzuerkennen, sagte der Vorsitzende der Werteunion, Alexander Mitsch, der „Saarbrücker Zeitung“: „Wir sind mit 4500 Mitgliedern deutlich größer als der Bundesverband der Lesben und Schwulen in der Union.“ Das dürfe man nicht ignorieren.

          Die LSU soll als sogenannte Sonderorganisation mit einem festen Platz innerhalb der Partei verankert werden, wie die Struktur- und Satzungskommission am Mittwoch nach Informationen aus Teilnehmerkreisen beschloss. Einen solchen Status haben bereits der Evangelische Arbeitskreis und der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS).

          Mitsch sagte, es sei richtig, den vielfältigen Strömungen in der Union ein stärkeres Gewicht zu verleihen. „Wenn die Parteiführung konsequent sein will, muss sie auch die Werteunion aufwerten.“ Dies könne durch mehr Präsenz- und Antragsrechte geschehen, damit man die eigenen Ideen stärker in die Partei einbringen könne.

          Eine verbindliche Frauenquote von 50 Prozent für Ämter und Funktionen lehnte Mitsch ab. „Das schränkt die Wahlfreiheit der Mitglieder erheblich ein.“ Ein solcher Plan erinnere ihn „an sozialistische Denkweisen, die in der Union nichts zu suchen haben“, so Mitsch.

          Weitere Themen

          Was ist die richtige Waffe gegen das Virus?

          Ärzte gegen Wissenschaftler : Was ist die richtige Waffe gegen das Virus?

          Ärzteverbände stellen sich gegen die Forderung der Wissenschaft nach harten Maßnahmen. Die Infektionszahlen dürften nicht um jeden Preis gesenkt werden. Hinter den gegensätzlichen Positionen stehen auch wirtschaftliche Interessen.

          Topmeldungen

          Corona-Absperrungen und Wegweiser im Tübinger Luise-Wetzel-Stift.

          Ärzte gegen Wissenschaftler : Was ist die richtige Waffe gegen das Virus?

          Ärzteverbände stellen sich gegen die Forderung der Wissenschaft nach harten Maßnahmen. Die Infektionszahlen dürften nicht um jeden Preis gesenkt werden. Hinter den gegensätzlichen Positionen stehen auch wirtschaftliche Interessen.

          Fast alle Medien gegen Trump : Amerikas Presse wählt blau

          Die meisten amerikanischen Zeitungen empfehlen ihren Lesern, wen sie zum Präsidenten wählen sollen. Das Votum fällt eindeutig aus. Ein „Gegengift“ zu Donald Trumps Charakterzügen wird empfohlen.
          Ein Einzelzimmer in einem Krankenhaus in Stralsund

          F.A.Z. exklusiv : Private Krankenversicherungen werden deutlich teurer

          Um 8,1 Prozent steigen die Beiträge für die private Krankenversicherung im kommenden Jahr an. Das liegt unter anderem an höheren Kosten für Ärzte, Krankenhäuser und Arzneimittel. Der Verband versucht, die Erhöhung zu relativieren.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.