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Steuerhinterziehung : Früherer Agent Mauss zu Bewährungsstrafe verurteilt

  • Aktualisiert am

Ex-Agent Werner Mauss beim Prozessauftakt in Bochum im September 2016 Bild: dpa

Im Steuerprozess gegen den früheren Geheimagenten Werner Mauss hat das Landgericht Bochum den 77-Jährigen wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von gut sechs Jahren beantragt.

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          Der frühere Geheimagent Werner Mauss ist wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht Bochum sprach ihn am Donnerstag schuldig. Die Anklage hatte dem 77 Jahre alten Mauss vorgeworfen, unter einem Tarnnamen hohe Vermögenswerte im Ausland versteckt und so zwischen 2002 und 2011 knapp 14 Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben. Mauss hatte die Vorwürfe vehement bestritten und einen Freispruch gefordert.

          Der gebürtige Essener arbeitete in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt verdeckt für Bundesregierung und Polizeibehörden. Mauss soll unter anderem 1976 an der Wiederbeschaffung des gestohlenen Kölner Domschatzes in Belgrad mitgewirkt haben, ebenso im selben Jahr an der Festnahme des RAF-Terroristen Ralf Pohle in Athen.

          Mauss gilt auch als Schlüsselfigur einer Spendenaffäre der rheinland-pfälzischen CDU. Dabei geht es um insgesamt 135.282 Euro, den von 1999 bis 2015 an den Kreisverband Cochem-Zell und den CDU-Landesverband gingen. Die Bundestagsverwaltung hat die Annahme der Spenden in einer vorläufigen Bewertung als illegal eingestuft, weil der wahre Spender nicht erkennbar war. Das Parteiengesetz untersagt anonyme Spenden von mehr als 500 Euro.

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