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Lehrermangel : Wenn Quereinsteiger Schule machen

Anders als ausgebildete Lehrer, haben Quereinsteiger keine Praxiserfahrung und keine Didaktik-Seminare belegt. Bild: dpa

Die neuen Lehrer haben studiert, Mathe zum Beispiel oder Musik. Aber nicht, wie sie diesen Stoff Schülern beibringen. Ist das so schlimm?

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          Quereinsteiger sind Lückenbüßer. Sie werden gebraucht, weil in Deutschland gerade Tausende Lehrer fehlen und die Lehramtsstudenten zu langsam nachwachsen. Es soll ja kein Unterricht ausfallen. Deshalb stellen die meisten Bundesländer Lehrer ein, die früher etwas anderes werden wollten. Zum Beispiel Mathematiker, Konzertmusikerin oder Sportwissenschaftler. In den vergangenen Jahren war mehr als jeder zehnte neue Lehrer ein Quereinsteiger. Ist das schlimm?

          Florentine Fritzen

          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Eigentlich nicht. Das sagen alle, die sich mit Schulen auskennen. Quereinsteiger können bereichern. Im besten Fall bringen sie Erfahrung, Fachkenntnis und frischen Wind mit. Aber sie müssen noch eine Menge lernen, um gut zu unterrichten. Eingearbeitet werden die ungewöhnlichen Kollegen an der Schule. Die Lehrer dort haben aber eigentlich schon alle Hände voll damit zu tun, die ganz normalen Referendare zu betreuen. Hinzu kommt, dass die Quereinsteiger logischerweise vor allem dort eingesetzt werden, wo die Personaldecke besonders dünn ist. Und so bleibt die Weiterbildung oft auf der Strecke.

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