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Wenn Merkel geht : Warum Putin nun ein Problem hat

Angela Merkel besucht im Januar 2007 den russischen Präsidenten Putin in Sotschi – dessen Hund hat die volle Aufmerksamkeit. Bild: Picture-Alliance

Mit keinem Staatschef hat Angela Merkel sich so oft getroffen wie mit Wladimir Putin. Nun geht sie, er bleibt. Das ist vor allem für ihn eine Herausforderung.

          8 Min.

          Nein, die Sache begann nicht mit dem Hund. Oder den Hunden. Die kamen später. Zuerst gab es die Geschichte mit dem Blick. Das war im Februar 2002. Wladimir Putin war seit zwei Jahren Präsident Russlands. Damals gab es die Hoffnung, er werde Russland zu mehr Ordnung, aber auch zu einer Art Demokratie führen. Angela Merkel hatte gerade auf die Kanzlerkandidatur verzichtet. Die CDU-Vorsitzende traf Putin erstmals in Moskau. Er setzte sich und starrte Merkel an. Merkel hielt dem Blick stand. Verunsichern, einschüchtern? Nicht mit ihr. „KGB-Test bestanden“, sagte sie danach zu ihren Mitarbeitern.

          Markus Wehner
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Als Merkel vier Jahre später als Kanzlerin ihren Antrittsbesuch in Moskau machte, brachte Putin die erste Hundenummer. Er wusste, dass Merkel Angst vor Hunden hatte, nachdem sie einmal, angeblich von Nachbars Rauhaardackel, gebissen worden war. Gastgeber wurden also vorher gewarnt, dass die Kanzlerin mit Hunden keinen Spaß verstehe. Putin aber überreichte ihr einen großen Plüschhund als Geschenk. Eine Frechheit, wenn man will, oder ein Ausweis des besonderen Humors des Russen.

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